Hinrichtung vollstreckt

Ergebnis dieser Urgent Action

José Abeso Nsue, Manuel Ndong Anseme, Alipio Ndong Asumu und Jacinto Michá Obiang wurden am 21. August zum Tode verurteilt. Man hat die Todesstrafe – offenbar binnen einer Stunde nach Urteilsverkündung – vollstreckt. Das Gerichtsverfahren war unfair.

José Abeso Nsue, Manuel Ndong Anseme, Alipio Ndong Asumu und Jacinto Michá Obiang wurden am 21. August zum Tode verurteilt. Man hat die Todesstrafe – offenbar binnen einer Stunde nach Urteilsverkündung – vollstreckt. Das Gerichtsverfahren war unfair.

Sachlage

Berichten zufolge hat José Abeso Nsue gefordert, seine Familie vor der Hinrichtung sehen zu dürfen. Ein Militärangehöriger wurde daraufhin losgeschickt, um seine Frau und einen seiner Söhne zu holen. Als diese jedoch am „Playa Negra“-Gefängnis in Malabo ankamen, wo die Männer zuvor inhaftiert waren, teilte man ihnen mit, sie könnten den Gefangenen nicht mehr sehen, da sie zu spät kämen. Die Familie durfte den Leichnam nicht selbst bestatten. Gegen 24 Uhr wurden die Leichen der vier Männer auf dem Friedhof von Malabo beigesetzt.

Die vier Flüchtlinge und ehemaligen Militärangehörigen waren im Januar 2010 in Benin entführt worden. Berichten zufolge hatte man sie unter Folter zu „Geständnissen“ gezwungen. Zu keiner Zeit haben die äquatorialguineischen Behörden die Inhaftierung der Männer offiziell bestätigt. Zwischen dem 14. und dem 16. August waren die Männer in Malabo vor ein Militärgericht (Consejo de Guerra) gestellt worden. Am 21. August hat man sie „der Durchführung eines Angriffs auf das Staatsoberhaupt und auf RegierungsvertreterInnen und des Verrats und Terrorismus“ schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Die Urteile wurden in ihrer Abwesenheit verkündet.

Durch die Hinrichtung blieb ihnen das Recht, in Übereinstimmung mit internationalen Standards Rechtsmittel gegen das Todesurteil einzulegen, sowie das Recht, ein Gnadengesuch einzureichen und die Umwandlung der Todesstrafe zu fordern, verwehrt.
Amnesty International verurteilt die Hinrichtung der vier Männer.

Vielen Dank allen, die mit Appellschreiben versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.