Iraker hingerichtet

Ergebnis dieser Urgent Action

Der 36-jährige Iraker Muhammad bin Abd Rab al-Amir bin Ali al-Shammari war im Jahr 1995 inhaftiert und wegen des Mordes an einem Saudi-Araber verurteilt worden. Am 23. November wurde er in der saudi-arabischen Stadt Arar nahe der Grenze zum Irak hingerichtet.

Amnesty-Aktion gegen die Todesstrafe

Amnesty-Aktion gegen die Todesstrafe

Der 36-jährige Iraker Muhammad bin Abd Rab al-Amir bin Ali al-Shammari war im Jahr 1995 inhaftiert und wegen des Mordes an einem Saudi-Araber verurteilt worden. Am 23. November wurde er in der saudi-arabischen Stadt Arar nahe der Grenze zum Irak hingerichtet.

Sachlage

Er hatte die Tat nach drei Monate andauernden Verhören, bei denen er gefoltert worden sein soll, gestanden. Ein Strafgericht in Arar hatte ihn in einem geheimen Schnellverfahren zum Tode verurteilt. Jeglicher Kontakt zu einem Rechtsbeistand war ihm verwehrt worden.

Im saudi-arabischen Recht werden des Mordes für schuldig befundene Personen häufig zu Vergeltung (qisas/qesas) verurteilt. In diesem Fall haben die Angehörigen des Opfers die freie Entscheidungsgewalt darüber, ob der Täter hingerichtet wird, Schadensersatz (diya/diyeh) leisten muss oder ob sie ihm die Begnadigung gewähren. Mohammad bin Abd Rab al-Amir bin Ali al-Shammari hatte mehr als zehn Jahre in der Todeszelle gesessen, da die Kinder des Ermordeten zu jung waren, um über seine Hinrichtung oder eine Begnadigung zu entscheiden. Sie sind inzwischen volljährig und sollen das zuständige Gericht darüber in Kenntnis gesetzt haben, dass sie sich für die Hinrichtung von Muhammad bin Abd Rab al-Amir bin Ali al-Shammari entschieden haben.

Vielen Dank allen, die versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.