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Indigene

Themenberichte

Weltweit gibt es ungefähr 370 Millionen Indigene in etwa 70 Ländern. Die circa 5000 indigenen Völker sprechen 4000 verschiedene Sprachen, haben ihre eigenen Sitten und Bräuche. Doch sie alle haben eines gemein: Landraub, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt.

Obwohl internationale Vereinbarungen den Indigenen besondere Rechte zusprechen, werden sie vielfach zum Opfer von Menschenrechtsverletzungen. So gehört ein Drittel der weltweit in extremer Armut lebenden Landbevölkerung dem ein oder anderen indigenen Volk an, 70 Prozent davon in Asien. In vielen Staaten leben sie als Bürger zweiter Klasse, werden von ihren Ländereien vertrieben oder sogar angegriffen, wenn sie sich gegen die Landnahme wehren.

Amnesty International versucht deshalb, gemeinsam mit den indigenen Völkern Gesetze voranzutreiben, die ihre Rechte besser schützen. Das erweist sich als besonders schwierig, da eben diese Rechte häufig im Widerspruch zu den wirtschaftlichen Interessen von Regierungen und Unternehmen stehen, die auf indigenem Gebiet Rohstoffe ausbeuten oder große Infrastrukturprojekte bauen. Auch setzt sich Amnesty dafür ein, dass vertriebene Indigene auf ihr ursprüngliches Land zurückkehren können.


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