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Belarus: Menschenrechtsaktivist Ales Bialiatski ist wieder frei!

Vorzeitig aus der Haft entlassen: Menschenrechtsverteidiger Ales Bialiatski: © Julia DarashkevichVorzeitig aus der Haft entlassen: Menschenrechtsverteidiger Ales Bialiatski: © Julia DarashkevichNach drei Jahren Haft wurde Ales Bialiatski, Vorsitzender des Menschenrechtszentrums Viasna in Minsk, am 21. Juni 2014 endlich freigelassen. Ihm war vorgeworfen worden, größere Einnahmen seiner Organisation verheimlicht zu haben. Ales hatte seine privaten Bankkonten in Litauen und Polen genutzt, um das Menschenrechtszentrum zu unterstützen. Dies war notwendig geworden, da die Organisation in Belarus keine eigenen Konten eröffnen durfte. Amnesty betrachtete Ales Bialiatski als gewaltlosen politischen Gefangenen, dessen Verhaftung nur eins zum Ziel hatte: Seine Menschenrechtsarbeit in Weißrussland zu behindern. Seit seiner Verurteilung 2011 haben wir uns mit mehreren Aktionen für ihn stark gemacht - mit Erfolg! Nun bedankte er sich bei Amnesty:

"Die Entlassung kam völlig unerwartet. Ich war gerade dabei, meiner Gefängnisarbeit nachzugehen, da setzten sie mich in einen Zug nach Minsk. Ich bin überzeugt, dass meine Freilassung vor meinem Haftende durch nationalen und internationalen Druck erwirkt wurde."

Kambodscha: Endlich Freiheit für Menschenrechtsverteidigerin Yorm Bopha!

Yorm Bopha mit Briefen von Amnesty-UnterstützerInnen: © Amnesty InternationalYorm Bopha mit Briefen von Amnesty-UnterstützerInnen: © Amnesty InternationalNach über einem Jahr in Haft erhielt die kambodschanische Menschrechtsverteidigerin Yorm Bopha Ende letzten Jahres ihre Freiheit zurück. Endlich konnte die junge Mutter ihren kleinen Sohn wieder in die Arme schließen. Was war geschehen? Yorm musste ins Gefägnis, weil sie mit ihrem Mann angeblich einen Autospiegeldieb tätlich angegriffen hatte. In Wahrheit aber war Yorm ins Visier der Behörden geraten, weil sie sich gegen rechtswidrige Zwangsräumungen in ihrer Gemeinde einsetzte. Wie viele andere Frauen organisierte sie Kampagnen, Proteste und Aktionen gegen dieses Unrecht - stets friedlich. Amnesty setzte sich intensiv für ihre Freilassung ein und wird sie auch in Zukunft weiter unterstützen. Denn noch immer wird die Anklage gegen sie aufrechterhalten. Noch ist Yorm Bopha in ständiger Gefahr, wieder festgenommen zu werden. Wir bleiben dran - mit Ihrer Hilfe!

"Danke an alle Amnesty International UnterstützerInnen. Eure Kampagne hatte großen Erfolg, wie meine Freilassung zeigt. (…) Bitte unterstützt mich, meine Gemeinde und alle KambodschanerInnen weiterhin. Wir können erfolgreich sein, wenn wir alle zusammen arbeiten!"