Türkei: Inhaftierte Medienschaffende freilassen!

Menschen halten Bilder in die Höhe

Aktivistinnen und Aktivisten demonstrieren am 24. Februar 2017 vor dem türkischen Konsulat in Rotterdam für Meinungsfreiheit 

In der Türkei sitzen derzeit mehr als 120 Journalistinnen und Journalisten in Haft, deren Berichte und Kommentare der türkischen Regierung offensichtlich ein Dorn im Auge sind. Viele warten seit Monaten auf ihr Gerichtsverfahren. Diese Repressalien gegen Journalistinnen und Journalisten in der Türkei müssen aufhören. Werde aktiv und beteilige dich an unserer Petition an den türkischen Justizminister!

Ja, ich setze mich für die Meinungsfreiheit in der Türkei ein!

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Lies hier den vollständigen Petitionstext

Sehr geehrter Herr Minister,

ich bitte Sie sicherzustellen, dass alle Journalistinnen und Journalisten sowie andere Medienschaffende, die seit dem gewalttätigen Putschversuch vom 15. Juli 2016 in Untersuchungshaft genommen wurden, unverzüglich freigelassen werden.

Selbstverständlich hat die türkische Regierung das Recht und die Pflicht, den Putschversuch vom Sommer 2016 zu untersuchen und Terrorismus zu bekämpfen. Die Behörden müssen jedoch dafür sorgen, dass dabei grundlegende Menschenrechte nicht verletzt werden und das Recht auf freie Meinungsäußerung respektiert wird.

Die Anordnung lang andauernder Untersuchungshaft gegen Journalistinnen und Journalisten ist willkürlich und offenbar als Strafmaßnahme gedacht. Derzeit sitzen in der Türkei mehr als 120 Journalistinnen und Journalisten und andere Medienschaffende in Haft. Ich bin besorgt, dass vielen der Inhaftierten haltlose Anklagen wegen Terrorismus drohen, die darauf abzielen, Medienschaffende zu drangsalieren und einzuschüchtern.

Ich rufe Sie dazu auf, all ihre Befugnisse auszuschöpfen, um die Rechte auf freie Meinungsäußerung und faire Gerichtsverfahren zu schützen. Bitte stellen Sie sicher, dass kein Gefangener unter unmenschlichen oder erniedrigenden Bedingungen festgehalten wird.

Mit freundlichen Grüßen

Hintergrundinformationen

Derzeit sitzen in der Türkei mehr als 120 Journalistinnen und Journalisten im Gefängnis. Medienschaffende unterschiedlicher oppositioneller Medien sind seit dem gewaltsamen Putschversuch im Juli 2016 zur Zielscheibe bislang beispielloser Repressalien geworden. Zusammen mit der Schließung von mehr als 180 Medien ist die Botschaft deutlich und äußerst beunruhigend: Der Raum für Meinungsfreiheit schrumpft immer mehr und wer Kritik äußert, zahlt einen hohen Preis.

Werde aktiv für die Pressefreiheit in der Türkei! Beteilige dich an der Appell-Aktion und fordere den türkischen Justizminister auf, die inhaftierten Journalistinnen und Journalisten freizulassen und die Repression gegen die Medien zu beenden.

Journalistinnen und Journalisten sowie andere Medienschaffende müssen aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Freie Medien sind ein wesentlicher Bestandteil jeder funktionierenden pluralistischen Gesellschaft.

Journalistinnen und Journalisten müssen ohne Angst vor Repressalien ihrer Arbeit nachgehen dürfen, denn Journalismus ist kein Verbrechen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf www.amnesty.de/tuerkei-der-tod-des-journalismus