Thailand: Lebenslänglich für friedlichen Protest

Im Hintergrund der Collage ist ein Muster schwarz auf weiß angedeutet. Oben Mitte rechts ist ein orangener Halbkreis. Unten befindet sich von links in Richtung Mitte der Ausschnitt eines Fotos von Quietsche-Enten. Unten rechts ist ein dreieckiger Ausschnitt eines Fotos von einem Turm. Über dem Hintergrund ist mittig das Porträt von einer Frau. Sie schaut Richtung Betrachter_in. Rechts oben ist eine gelbe Briefmarke mit Amnesty-Logo. Links steht „Anklagen gegen Rung fallen lassen!“ auf drei blauen und roten

Schreibe an den thailändischen Ministerpräsidenten: Fordere ihn auf, alle Anklagen gegen Rung und alle anderen friedlich Demonstrierenden fallen zu lassen.

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Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Rung Panasuya ist eine erfolgreiche Studentin, die sich wie viele andere junge Menschen an friedlichen Demonstrationen der thailändischen Demokratiebewegung beteiligt hat. Sie setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der Anliegen der Öffent­lichkeit gehört und aufgegriffen werden, anstatt sie totzuschweigen. Weil Rung es wagte, öffentlich und friedlich Veränderungen zu fordern, ist sie nun mit zahlreichen Anklagen konfrontiert, die eine lebenslängliche Haftstrafe nach sich ziehen könnten. Die thailändischen Behörden sollten die Bevölkerung ermutigen und in die Lage versetzen, ihre Menschenrechte frei ausüben zu können – dazu zählt auch das Recht auf friedlichen Protest.

Ich fordere Sie daher dringend auf, alle Anklagen gegen Rung fallen zu lassen.

Hochachtungsvoll,

Hintergrundinformationen

Panusaya Sithijirawattanakul, genannt Rung, ist die Stimme der Student_innenproteste in Thailand. Nachdem sie öffent­lich soziale Verbesserungen sowie Reformen für Monarchie und Verfassung gefordert hat, droht ihr lebenslängliche Haft.

"Bescheiden und still" sei sie gewesen, sagt die Studentin der Soziologie und Ethnologie Rung. Heute ist sie eine Wort­ führerin der thailändischen Demokratiebewegung: Nachdem sie 2020 das ganze Jahr über mutig an Protesten für soziale und politische Reformen teilgenommen hatte, forderte sie im August 2020 bei einer Kundgebung Gleichheit, Meinungs­ freiheit und sogar eine Reform der Monarchie. Rung ist die erste Person, die diese Forderung öffentlich auszusprechen wagte. Das machte sie im ganzen Land bekannt.

Im März 2021 ist sie von der thailändischen Polizei festge­ nommen worden. Sie kam für 60 Tage in Haft und infizierte sich dort mit dem Coronavirus. Weil die Behörden ihre Anträge auf Freilassung gegen Kaution sechsmal ablehnten, trat Rung in einen 38­tägigen Hungerstreik. Am 30. April kam sie auf freien Fuß.

Doch die Behörden haben Dutzende Anklagen gegen Rung erhoben. Grundlage dafür ist das thailändische Gesetz gegen Majestätsbeleidigung, das jegliche Kritik an der Monarchie unterbinden soll. Sollte Rung schuldig gesprochen werden, droht ihr eine lebenslängliche Haft.

Wende dich auch direkt an Rung!

Schicke ihr eine Botschaft der Solidarität und Hoffnung. Füge ein gemaltes Bild oder ein Foto eines Regenbogens bei, denn ihr Name bedeutet Regenbogen. Schicke Deine Botschaft per Post an:

Amnesty International Thailand 139/21, Soi Lat Phrao 5, Chom Phon, Chatuchak, Bangkok 10900, Thailand

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