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Satirischer Poetry Slam über das Militär: 6 Jahre Haft

Portät von Paing Phyo Min + grafische Elemente (Briefumschlag, Papierflieger, Schreibmaschine) + Schrift: Paing freilassen!

Lies hier den vollständigen Petitionstext

Exzellenz,

ich bitte Sie dringend, Paing Phyo Min freizulassen. Der 22-jährige Dichter und Studentenvertreter ist zu sechs Jahren Haft verurteilt worden, obwohl er lediglich sein Recht auf Meinungsfreiheit ausgeübt hat.

Im April und Mai 2019 hat sich Paing Phyo Min zusammen mit anderen Mitgliedern der satirischen Künstlergruppe "Peacock Generation" bei einer Thangyat-Aufführung kritisch über das Militär geäußert. Die Armee fühlte sich dadurch beleidigt und reichte Klage gegen die Mitglieder der Künstlergruppe ein.

Paing Phyo Min hat das Militär in seiner künstlerischen Darbietung kritisiert - dafür sollte er nicht im Gefängnis sitzen. Es muss für alle Menschen in Myanmar möglich sein, ihre Ansichten zu äußern, auch wenn sie Kritik an staatlichen Stellen üben. Ich fordere Sie dringend auf, Paing Phyo Min umgehend und bedingungslos freizulassen. Zudem bitte ich Sie, dafür zu sorgen, dass Ihre Regierung alle repressiven Gesetze abschafft oder reformiert, die das Recht auf Meinungsfreiheit verletzen.

 

Hochachtungsvoll

Hintergrundinformationen

Paing Phyo Min ist zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er sich als Thangyat-Künstler über die Armee lustig gemacht hat.

Paing Phyo Min dichtet gern, spielt Gitarre und ist ein Fan von Taylor Swift. Er ist Studierendenvertreter und Mitglied der Thangyat-Gruppe Peacock Generation. De Yay nennt sich der 22-Jährige, wenn er als Thangyat-Künstler zum Neujahrsfest in Myanmar eine Bühne betritt. Thangyat ist eine traditionelle myanmarische Kunstform, die sich mit einem Poetry Slam vergleichen lässt.

Beim letzten Neujahrsfest hatte sich Paing mit anderen Thangyat-Künstlern als Soldat verkleidet und über die Armee lustig gemacht: Das Militär könne keine Kritik ertragen, klammere sich verzweifelt an die Macht und plündere das Land aus, während die Generäle Reichtümer anhäuften.

Dafür verurteilte ein Gericht Paing Phyo Min zu sechs Jahren Gefängnis. Der Vorwurf: "Aufwiegelung" und "Onlinediffamierung" – er habe mit seiner Performance Armeeangehörige ermutigt, ihre Pflichten zu vernachlässigen, und Fotos und Videos der Aufführung im Internet verbreitet.

"Seit 2013 sind wir jedes Jahr mit Thangyat-Stücken aufgetreten", sagt Paing Phyo Min. "Wir  (...) brachten das zum Ausdruck, was in unserer Gesellschaft schiefläuft, dazu zählte auch Kritik an der Regierung. Doch 2019 nahm uns die Armee ins Visier. Sie untergräbt Myanmars Übergang zu einer Demokratie. Auch wenn wir im Gefängnis sitzen, lassen wir uns nicht davon abhalten, zu sagen, was wir denken."

Satirische Performance ist kein Verbrechen. Hilf mit, Paing Phyo Min zu befreien.

 Wende Dich auch direkt an Paing Phyo Min!

Mach Paing Mut. Dein Brief gibt ihm Hoffnung. Schreib ihm über die Adresse der Universitätsgewerkschaft eine Botschaft der Freundschaft:

President of the Student Union
Dagon University Students' Union Office
Theater (1), Cherry Street, Dagon University
North Dagon Township, Yangon
Myanmar
11422

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