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Obdachlos – Gewaltsam vom Staat vertrieben

Collage mit: Porträt eines jungen Mannes. Im Hintergrund ist ein Foto von eingestürzten Gebäuden.

Nasu Abdulaziz ist ein leidenschaftlicher Fußballfan, in seiner Freizeit gerne mit dem Fahrrad unterwegs – und er ist obdachlos. Seine Siedlung ist auf Anweisung der nigerianischen Behörden gewaltsam geräumt und zerstört worden. Doch der junge Mann wehrt sich und kämpft für sein Recht auf Wohnen.

Schreib einen Brief an den Gouverneur von Lagos. Fordere ihn auf, dafür zu sorgen, dass die rechtswidrige Zwangsräumung und das gewaltsame Vorgehen der Einsatzkräfte untersucht wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Gerechtigkeit für Nasu Abdulaziz!

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Gouverneur,

in den Jahren 2016 und 2017 wurde die Siedlung Otodo Gbame in Lagos rechtswidrig geräumt. Dadurch wurden Nasu Abdulaziz und 30.000 weitere Bewohner_innen obdachlos. Bei der Zwangsräumung wurden Schusswaffen und Tränengas eingesetzt – mehrere Menschen wurden getötet und verletzt. Bis heute haben die ehemaligen Bewohner_innen von Otodo Gbame weder Angebote für eine alternative Unterkunft noch Entschädigungen erhalten.

Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass Nigeria als Vertragsstaat des Inter- nationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verpflichtet ist, das Recht auf angemessenes Wohnen zu gewährleisten, und keine rechtswidrigen Zwangsräumungen vorzunehmen.

Daher fordere ich Sie auf:

  • Sorgen Sie dafür, dass die rechtswidrige Zwangsräumung der Siedlung Otodo Gbame und das gewaltsame Vorgehen der Einsatzkräfte untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Stellen Sie sicher, dass die ehemaligen Bewohner_innen von Otodo Gbame alternative Wohnmöglichkeiten bzw. Entschädigungen für das erlittene Unrecht erhalten.

Hochachtungsvoll,

Dein Appell

Sehr geehrter Herr Gouverneur,

in den Jahren 2016 und 2017 wurde die Siedlung Otodo Gbame in Lagos rechtswidrig geräumt. Dadurch wurden Nasu Abdulaziz und 30.000 weitere Bewohner_innen obdachlos. Bei der Zwangsräumung wurden Schusswaffen und Tränengas eingesetzt – mehrere Menschen wurden getötet und verletzt. Bis heute haben die ehemaligen Bewohner_innen von Otodo Gbame weder Angebote für eine alternative Unterkunft noch Entschädigungen erhalten.

Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass Nigeria als Vertragsstaat des Inter- nationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verpflichtet ist, das Recht auf angemessenes Wohnen zu gewährleisten, und keine rechtswidrigen Zwangsräumungen vorzunehmen.

Daher fordere ich Sie auf:

  • Sorgen Sie dafür, dass die rechtswidrige Zwangsräumung der Siedlung Otodo Gbame und das gewaltsame Vorgehen der Einsatzkräfte untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Stellen Sie sicher, dass die ehemaligen Bewohner_innen von Otodo Gbame alternative Wohnmöglichkeiten bzw. Entschädigungen für das erlittene Unrecht erhalten.

Hochachtungsvoll,

Hintergrundinformationen

Nasu lebte in Otodo Gbame am Ufer der Lagune von Lagos. Doch im November 2016 zündeten bewaffnete Männer ohne jede Vorwarnung Häuser in der Siedlung an und walzten sie mit Bulldozern nieder.

Tausende Menschen wurden vertrieben und verloren ihre Lebensgrundlage.

Die Zwangsräumung im Auftrag der Regierung war rechtswidrig. Trotzdem wurde sie nur wenige Monate später fortgesetzt: Eine spezielle Eingreiftruppe des Bundesstaates Lagos setzte Schusswaffen und Tränengas gegen die verbliebenen Bewohner_innen ein. Viele ergriffen die Flucht, einige sprangen aus Panik in die Lagune und ertranken. Berichten zufolge sind bei der Räumung neun Menschen getötet worden, 15 werden noch immer vermisst. Nasu selbst wurde angeschossen.

Durch die Zwangsräumung wurden 30.000 Menschen obdachlos. Manche sind bei Angehörigen untergekommen, andere leben unter Brücken. Doch Nasu will sich damit nicht abfinden. Er hat sich der "Nigerian Slum/Informal Settlement Federation" angeschlossen. Die Bewegung unterstützt Menschen wie ihn im Kampf für ihre Rechte und ein Leben in Würde.