Nigeria: Verschleppt und misshandelt, weil er gegen Polizeigewalt demonstrierte

Im Hintergrund der Collage ist in schwarz auf weißen Hintergrund ein Raster angedeutet. Oben liegt ein dicker blauer Balken, rechts der Ausschnitt eines Landschaftsfotos. Unten Links ist ein halbkreisförmiger Ausschnitt eines Fotos von einem Mann mit Palme im Hintergrund. Über dem Hintergrund ist mittig das Porträt von dem Mann, der schon im Hintergrund ist. Er schaut Richtung Betrachter_in. Rechts oben ist eine gelbe Briefmarke mit Amnesty-Logo. Links steht „Anklagen gegen Imoleayo fallen lassen!“ auf vier

Schreibe an den nigerianischen Generalstaatsanwalt: Fordere ihn auf, alle Anklagen gegen Imoleayo sofort fallen zu lassen.

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Appell Text

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

Imoleayo Michael ist ein junger Computerprogrammierer, der sich für ein gerechteres Nigeria einsetzt. Im Oktober 2020 nahm er gemeinsam mit anderen jungen Menschen an Protesten gegen die Polizeieinheit Special Anti-Robbery Squad (SARS) teil, die berüchtigt ist für Gewalt, Erpressung und Tötungen.

Zwei Wochen später entführten ihn bewaffnete Männer aus seinem Haus und hielten ihn 41 Tage lang in einer unterirdischen Zelle fest. Jetzt ist er mit konstruierten Anklagen konfrontiert, die zu jahrelanger Haft führen könnten, nur weil er der Meinung ist, dass sich Nigerias Polizei besser um ihre eigentliche Aufgabe kümmern sollte: nämlich den Schutz der Bevölkerung.

Ich fordere Sie daher dringend auf, alle Anklagen gegen Imoleayo umgehend fallen zu lassen.

Hochachtungsvoll,

Hintergrundinformationen

Imoleayo Michael war dabei, als junge Menschen im Oktober 2020 in Abuja gegen Gewalt, Erpressung und Tötungen durch eine Spezialeinheit der Polizei demonstrierten. Weil er sein Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen hat, drohen ihm drei Jahre Haft.

In Nigeria ist die Spezialeinheit gegen Raub unter dem Kürzel SARS bekannt. Die Demonstrationen richteten sich gegen Gewalt, Erpressung und Tötungen durch diese Spezialeinheit der Polizei. Der junge Programmierer Imoleayo Michael unterstützte die Proteste gegen SARS auf Twitter und Facebook mit dem Hashtag #EndSARS. Zwei Wochen später, in der Nacht des 13. November, stürmten 20 bewaffnete Männer das Haus von Imoleayo. Sie schlossen seine Frau, seine Mutter und seinen sieben Monate alten Sohn in ein Zimmer ein und beschlag- nahmten seine Handys und seinen Computer. Dann brachten sie Imoleayo in die Zentrale des Geheimdienstes und hielten ihn dort 41 Tage lang in einer unterirdischen Zelle fest – ohne Kontakt zu einem Rechtsbeistand oder zu seiner Familie. Während dieser Zeit unterzog ihn der Geheimdienst fünf Verhören. Imoleayo war die gesamten 41 Tage lang in Hand- schellen, mit verbundenen Augen an einen Stahlschrank angekettet. Das einzige, was er zu essen bekam, war etwas Brei, der Steine enthielt. Außerdem musste er auf dem blanken Fußboden schlafen und erkrankte an einer Lungenentzündung. Im Dezember 2020 wurde Imoleayo endlich freigelassen.

Doch die Behörden haben konstruierte Anklagen gegen ihn erhoben: Sie werfen ihm vor, er habe "den öffentlichen Frieden gestört" und sich "mit anderen verschworen, um den öffentlichen Frieden zu stören".

Wende dich auch direkt an Imoleayo!

Unterstütze ihn mit einer Botschaft der Freundschaft. Fotografiere sie und verbreite sie in den sozialen Medien mit dem Hashtag #FreeImoleAyo.

Richte Deine Botschaft auf Twitter auch an @imoleayomichael und @AmnestyNigeria und auf Facebook an www.facebook.com/adeyeun und an @ainigeria.ND