Mit 15 zum Tode verurteilt

Porträt eines Jungen in Gefängniskleidung.

Magai Matiop Ngong ist 17 Jahre alt und in Gefahr, hingerichtet zu werden. Ein Gericht im Südsudan hat ihn wegen eines tödlichen Unfalls im Jahr 2017 zum Tode verurteilt.

Schreib einen Brief an die Verantwortlichen im Südsudan. Fordere sie auf, dass das Todesurteil gegen Magai Matiop Ngong umgehend aufgehoben wird. Über die sozialen Medien kannst du dich auch direkt an den Präsidenten des Südsudan wenden.

Hintergrundinformationen

Bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen, löste sich ein Schuss aus Magais Gewehr und traf seinen Cousin tödlich. Vor Gericht hatte Magai keinen Rechtsbeistand. Er musste sich selbst verteidigen und beteuerte, er habe keinen Mord begangen, es habe sich vielmehr um einen Unfall gehandelt. Doch das Gericht befand ihn für schuldig und verhängte die Todesstrafe, obwohl er damals erst 15 Jahre alt war. Dabei verbieten sowohl das südsudanesische Recht als auch die UN-Kinderrechtskonvention Todesurteile gegen Minderjährige. Der Jugendliche hat inzwischen einen Rechtsbeistand, der Berufung gegen das Urteil eingelegt hat. Doch die Situation ist hart für Maghai:

"Es ist nicht schön, wenn man erfährt, dass man sterben wird. Niemand möchte das. Ich hoffe, dass ich freikomme und wieder zur Schule gehen kann."

Im Südsudan sind 2018 sieben Menschen hingerichtet worden, darunter auch ein Minderjähriger. Es war die höchste Zahl an Hinrichtungen seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 2011.