Israel/OPT: Todesdrohungen, weil sie Gewalt dokumentiert

Im Hintergrund der Collage ist in schwarz auf weißen Hintergrund eine Landkarte angedeutet, wieso Fotos von Siedlungen. Im rechten Bildabschnitt befindet sich das Porträt einer Frau und eine gelbe Briefmarke mit Amnesty-Logo oben rechts. Links oben steht „Janna vor Diskriminierung schützen!“ auf roten, blauen und grünen Balken.

Schreibe an das israelische Parlament: Fordere die Knesset auf, die Diskriminierung von Janna zu beenden und sie und die anderen palästinensischen Minderjährigen so zu schützen, wie es das UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes verlangt.

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Appell Text

Sehr geehrtes Mitglied der Knesset,

Janna Jihad wünscht sich eine ganz normale Jugend. Doch die 15-Jährige lebt in dem von Israel besetzten Westjordanland, wo systematische Diskriminierung und Unterdrückung Alltag sind. Nachdem die israelische Armee Jannas Onkel vor ihren Augen tötete, begann sie, sich als Bürgerjournalistin zu betätigen. Sie dokumentiert die Unterdrückung und Gewalt der israelischen Armee gegenüber der palästinensischen Bevölkerung, einschließlich der Minderjährigen, die regelmäßig zu Todesopfern führt. Israel hat zwar das UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes unterzeichnet, die Schutzmaßnahmen gelten bisher aber nicht für die palästinensischen Kinder und Jugendlichen im Westjordanland. Weil Janna weiterhin engagierten Journalismus betreibt, wird sie schikaniert und mit dem Tode bedroht.

Ich fordere Sie auf, die Diskriminierung von Janna zu beenden und Ihre Verpflichtungen gemäß dem UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes zu erfüllen, indem sie Janna und andere palästinensische Minderjährige schützen.

Hochachtungsvoll,

Hintergrundinformationen

"Ich möchte so leben wie alle anderen Jugendlichen auch", sagt Janna Jihad. Die 15-Jährige berichtet mit journalistischen Mitteln über ihren Alltag im Westjordanland, das von Israel besetzt ist. Wegen dieser Arbeit wird Janna schikaniert und erhält sogar Todesdrohungen.

Als Janna sieben Jahre alt ist, tötet die israelische Armee ihren Onkel. Etwa zu dieser Zeit beginnt sie ihre Arbeit als Reporterin: Mit einem Handy zeichnet Janna Repressionen auf, Tötungen und Kollektivstrafen, die sie und ihre Gemeinschaft erleben. Über ihre Social Media-Kanäle zeigt sie der Welt, wie das Leben in den besetzten Gebieten ist.

Kinder und Jugendliche sind besonders hart betroffen – viele werden traumatisiert oder sogar getötet. Die israelischen Sicherheitskräfte führen zum Beispiel nächtliche Razzien durch, setzen willkürlich Waffen wie Tränengas ein, zerstören Wohnhäuser und Schulen und schlagen Proteste von Palästinenser_innen nieder, die für ihre Rechte auf die Straße gehen. Unter den Palästinenser_innen, die festgenommen und vor Militärgerichte gestellt werden, sind regelmäßig Kinder und Jugendliche. Denn für palästinensische Kinder und Erwachsene wird das drakonische Militärrecht angewandt.

"Ich möchte in meinem Heimatland Freiheit erleben. Ich möchte Gerechtigkeit, Frieden und Gleichberechtigung erleben und nicht mehr systematischem Rassismus ausgesetzt sein", sagt Janna. Du kannst ihr helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Wende dich auch direkt an Janna!

Schicke ihr eine Botschaft der Solidarität und Hoffnung. Fotografiere Deine Nachricht und poste sie auf Jannas Facebook-Seite: www.facebook.com/Janna.Jihad

Schicke sie auch an folgende Adresse: Amnesty International, 6 Ibn Jubair Street, Shiekh Jarrah, PO BOX 42626 Jerusalem, Israel