China: Zhang Zhan ist in Lebensgefahr

Im Hintergrund der Collage ist in schwarz auf weißen Hintergrund eine Landkarte angedeutet. Von oberen Rand in der Mitte verläuft ein dicker roter Balken, der schräg nach links verläuft. Er wird von einem anderen Balken gekreuzt der aus einem Foto-Ausschnitt besteht mit Personen mit Schutzanzügen. Über dem Hintergrund ist mittig das Porträt von einer Frau. Sie schaut Richtung Betrachter_in. Rechts oben ist eine gelbe Briefmarke mit Amnesty-Logo. Links steht „Zhang Zhan frei- lassen!“ auf drei grünen, blauen

Schreibe dem chinesischen Präsidenten: Fordere ihn auf, Zhang Zhan umgehend und bedingungslos freizulassen.

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Präsident,

Zhang Zhan zeichnet sich durch den Mut investigativer Journalist_innen aus, die die Mächtigen mit der Wahrheit konfrontieren. Bürgerjournalist_innen wie sie boten als einzige unzensierte, unabhängige Informationen aus erster Hand über den Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Trotz ständiger Schikanen und Repressionen veröffentlichten sie Berichte in den sozialen Medien und im Internet. Doch anstatt sie dafür zu loben, wurde Zhang Zhan zu vier Jahren Haft verurteilt, dabei hat sie nur über das berichtet, was sie in Wuhan sah. Wenn die chinesischen Behörden Covid-19 wirklich ernsthaft bekämpfen und ähnliche Ausbrüche in Zukunft verhindern wollen, müssen sie die Zensur stoppen und das Recht auf freie Meinungsäußerung respektieren.

Ich fordere Sie deshalb auf, Zhang Zhan unverzüglich und bedingungslos freizulassen.

Hochachtungsvoll,

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Hintergrundinformationen

Zhang Zhans Leben ist in Gefahr. Die Bürgerjournalistin führt ihren eingeschränkten Hungerstreik aus Protest gegen ihre Inhaftierung fort. Sie wiegt weniger als 40 kg und schwebt in akuter Lebensgefahr. Die Sorge ihrer Familie, dass sie diesen Winter nicht überlebt, nimmt täglich zu. Am 14. Oktober erfuhren ihre Angehörigen durch einen Videoanruf, dass Zhang Zhan erneut zwangsernährt wurde. Sie war elf Tage lang gefesselt, um so zu verhindern, dass sie ihre Ernährungssonde entfernt. Diese Maßnahme verstößt gegen das absolute Verbot von Folter und anderen Formen der Misshandlung in Haft.

Die chinesische Regierung muss Zhang Zhan unverzüglich freilassen, damit sie ihren Teil-Hungerstreik beenden und eine angemessene medizinische Behandlung erhalten kann. Diese benötigt sie dringend, um am Leben zu bleiben.

Als im Februar 2020 das Corona-Virus in Wuhan wütet, ist die Bürgerjournalistin eine der wenigen unabhängigen Stimmen, die von dort berichten. Für diese Berichterstattung ist sie zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Um gegen das Urteil zu protestieren und zu zeigen, dass sie unschuldig ist, trat Zhang Zhan in einen Hungerstreik.

"Wir sollten die Wahrheit herausfinden – um jeden Preis", so Zhang Zhan. Im Februar 2020 reist sie nach Wuhan, weil sie unbedingt in Erfahrung bringen möchte, was dort wirklich passiert. Sie veröffentlicht ihre Berichte über die Inhaftierung unabhängiger Reporter_innen und darüber, wie Staatsbedienstete Familienangehörige von Corona-Patient_innen schikanieren, auf Social Media-Plattformen. Im Mai 2020 verschwindet Zhang Zhan in Wuhan. Die chinesischen Behörden bestätigen später, sie sei in Shanghai in Haft. Nachdem sie im Juni 2020 aus Protest gegen ihre Inhaftierung in den Hungerstreik getreten ist, soll sie von Beamt_innen zwangsernährt worden sein. Sie muss Fußfesseln tragen, auch ihre Hände sind mehr als drei Monate pausenlos gefesselt.

Zhang Zhan ist Ende Juli 2021 wegen starker Mangelernährung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ihr Gewicht liegt unter 40 kg. Die Behörden verweigern ihr Besuche ihrer Familie und den Zugang zu einem Rechtsbeistand ihrer Wahl – so bleibt sie dem Risiko weiterer Folter und anderer Misshandlungen ausgesetzt. 

Wende dich auch direkt an Zhang Zhan

Schicke ihr eine Botschaft, die ihr zeigt, dass sie nicht allein ist. Du kannst ihr zum Beispiel schreiben:

"Zhang Zhan, Dein unermüdlicher Einsatz für die Wahrheit ist für viele Menschen eine Inspiration. Wir werden Dich weiterhin unterstützen und freuen uns auf den Tag, an dem Du Deine Freiheit zurückerhältst. Verliere nicht die Hoffnung!"

Schicke Deine Nachricht an: Zhang Zhan, No 1601, Zhangjing Road, Sijing Zhen, Songjiang Qu, Shanghai 201601, Volksrepublik China. (Amnesty International solltest Du auf keinen Fall erwähnen. Das erhöht die Chancen, dass Zhang Zhan Deine Nachricht erhält.)

In den sozialen Medien kannst Du folgende Hashtags benutzen: #ZhangZhan, #FreeZhangzhan

Twitterstorm für Zhang Zhan aus China am 29. November

Die Lage der chinesischen Journalistin Zhang Zhan ist sehr kritisch. Sie befindet sich im Hungerstreik, um gegen ihre Verurteilung zu vier Jahren Haft zu protestieren. Da sie in Lebensgefahr schwebt, möchten wir mit einem Tweetstorm Druck machen. Macht mit! Grafiken könnt ihr auch hier herunterladen.

Am 29.11. von 10-11 Uhr unter dem Hashtag #ZhangZhan. Taggt @HeikoMaas, @ABaerbock, @OlafScholz!

So könnte der Tweet aussehen:

Die Journalistin #ZhangZhan ist in Lebensgefahr! Für ihre Corona-Berichterstattung wurde sie in #China inhaftiert. Aus Protest ist sie im Hungerstreik. Bitte setzen Sie sich für ihre Freilassung ein: @HeikoMaas, @ABaerbock, @OlafScholz!

>> amnesty.de/zhang-zhan #W4R21