Ägypten: Im Gefängnis weil er Menschenrechte verteidigt

Im Hintergrund der Collage ist in schwarz auf weißen Hintergrund eine Landkarte angedeutet, wieso Fotos einer Stadt. In der Mitte befindet sich das Porträt eines Mannes, der Richtung Betrachter_in schaut. Rechts oben ist eine gelbe Briefmarke mit Amnesty-Logo. Links oben steht „Mohamed freilassen!“ auf einem roten und blauen Balken.

Schreibe an den ägyptischen Präsidenten! Fordere ihn auf, Mohamed al-Baqer umgehend und bedingungslos freizulassen und jegliche Ermittlungen bezüglich der erfundenen Anschuldigungen einzustellen.

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Appell Text

Sehr geehrter Herr Präsident,

Mohamed al-Baqer hat als Menschenrechtsanwalt Personen unterstützt, die seine Hilfe besonders nötig hatten: benachteiligte Menschen, die ungerechtfertigt inhaftiert waren. Nun befindet er sich selbst auf Grundlage haltloser Anschuldigungen in Haft.

Man wirft ihm fälschlicherweise Terrorismus vor, hat ihn nie vor ein Gericht gestellt, sondern stattdessen ins Gefängnis geworfen. Dort halten ihn die Behörden rund um die Uhr in seiner Zelle fest und verweigern ihm grausamerweise ein Bett, eine Matratze, Bücher, Zeitungen und selbst Familienfotos. Die Freiheit anderer Menschen zu verteidigen, darf nicht dazu führen, die eigene Freiheit zu verlieren.

Ich bitte Sie dringend, Mohamed al-Baqer umgehend und bedingungslos freizulassen und jegliche Ermittlungen bezüglich der erfundenen Anschuldigungen gegen ihn einzustellen.

Hochachtungsvoll,

Hintergrundinformationen

Mohamed al-Baqer ist Anwalt. Er vertritt Menschen, die in Ägypten besonders stark benachteiligt werden oder zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Wegen seiner Arbeit als Menschenrechtsanwalt halten die Behörden ihn willkürlich und ohne Verfahren unter Haftbedingungen fest, die gegen das absolute Verbot von Folter oder anderer grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung verstoßen.

"Zum ersten Mal bin ich in der Rolle des Opfers statt in der des Menschenrechtsverteidigers, der die Opfer unterstützt...", sagt Mohamed al-Baqer. Seine Inhaftierung steht im Zusammenhang mit der größten Festnahmewelle seit dem Amtsantritt von Präsident Abdel Fattah al-Sisi: Seit September 2019 sind mehr als 3.900 Menschen festgenommen worden.

Die ägyptischen Behörden werfen Mohamed al-Baqer die "Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation" sowie die "Teilnahme an einer kriminellen Vereinigung zur Begehung eines terroristischen Verbrechens" vor. Er ist in einer engen stinkenden Zelle ohne Bett oder Matratze eingesperrt. Ihm werden Familienfotos, der Hofgang, warmes Wasser und der Zugang zu Büchern und Zeitungen verwehrt. Er wird in Haft bedroht und beleidigt. Selbst seinen im Sterben liegenden Vater durfte er nicht noch einmal sehen und auch nicht an seiner Beerdigung teilnehmen.

Doch Mohamed al-Baqer gibt die Hoffnung nicht auf: "Eines Tages werden wir unsere Arbeit fortsetzen, um eine freie Gesellschaft zu schaffen", sagt er. Unterstütze ihn, damit dieser Tag bald kommt.

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