Mapuche beendet Hungerstreik

Diese Urgent Action ist beendet.

Nach fast zwei Monaten im Hungerstreik erhält der Machi Celestino Córdova, ein geistliches Oberhaupt der Mapuche, Zugang zu seinem heiligen Altar, um religiöse Zeremonien durchzuführen. Diese sind unerlässlich für die geistige und körperliche Gesundheit der Mapuche.

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Sachlage

Celestino Córdova ist Machi und nimmt in der indigenen Mapuche-Gemeinschaft die höchste religiöse Position ein. Seitdem er 2014 im Zusammenhang mit dem Tod des Paares Werner Luchsinger und Vivian MacKay verurteilt worden war, ist er im Stadtgefängnis CCP (Centro de Cumplimiento Penitenciario) in Temuco inhaftiert.

Werner Luchsinger und Vivian MacKay waren 2013 bei einem Brandanschlag auf ihr Anwesen in der Region Araucanía getötet worden. Celestino Córdova wurde in der Nähe des Tatortes festgenommen und zu 18 Jahren Haft wegen Mordes und der Verübung des Brandanschlags verurteilt. Die Gemeinschaft der Mapuche fordert in Araucanía ihr angestammtes Land ein, das mehr und mehr verkleinert wird. In den betroffenen Gebieten kommt es immer wieder zu gesellschaftlichen Spannungen.

In seiner Rolle als Machi muss Celestino Córdova den Rewe, einen heiligen Altar aus Holz, regelmäßig besuchen, um religiöse Zeremonien durchzuführen, die für die Gesundheit der Mapuche unerlässlich sind. Immer wieder jedoch haben ihm die chilenischen Gefängnisbehörden die Bitte, seinen Altar besuchen zu dürfen, verwehrt.

Der Machi Celestino Córdova reagierte darauf 2018 mit zwei Hungerstreiks. Der erste endete Mitte April, der zweite begann am 31. Mai und endete fast zwei Monate später, als ihm schließlich am 27. Juli Zugang zu seinem Altar gewährt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war sein Leben in akuter Gefahr.

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich.