Aktivist freigelassen

Diese Urgent Action ist beendet.

Der aserbaidschanische Aktivist Bayram Mammadov wurde am 29. April nach 30 Tagen Verwaltungshaft freigelassen.

Ein junger Mann mit Bart und kurzen Haaren schaut in die Kamera in einem Selbstporträt

Der Aktivist Bayram Mammadov aus Aserbaidschan

Sachlage

Bayram Mammadov war auf der Grundlage konstruierter Anklagen willkürlich zu 30 Tagen Verwaltungshaft verurteilt worden. Weil er sich „polizeilichen Anweisungen“ widersetzt haben soll, wurde er am 30. März festgenommen. Amnesty International ist der Ansicht, dass diese Vorwürfe haltlos sind. In seinem Berufungsverfahren am 2. April, in dem das Urteil aufrechterhalten wurde, gab Bayram Mammadov an, im Gewahrsam misshandelt worden zu sein. Seine Familienangehörigen und Freund_innen konnten sehen, dass er Prellungen im Gesicht hatte. Bayram Mammadov war erst am 16. März 2019 aus der Haft entlassen worden, nachdem er zuvor auf der Grundlage konstruierter Anklagen mehr als drei Jahre im Gefängnis verbracht hatte.

Bayram Mammadov hat keine weiteren Misshandlungsvorwürfe während der Haft erhoben, nachdem Amnesty International diese Urgent Action gestartet hatte. Als sich die 30-tägige Verwaltungshaft dem Ende näherte, wurden keine neuen Anschuldigungen gegen Bayram Mammadov erhoben. Dies ist ungewöhnlich, weil es gängige Praxis in Aserbaidschan ist, vor Ablauf einer Hafstrafe neue Vorwürfe gegen Aktivist_innen vorzubringen. Damit soll die Haftzeit von Personen verlängert werden, die Kritik an der Regierung geübt haben. Wir gehen davon aus, dass die internationale Empörung über die erneute Inhaftierung von Bayram Mammadov, einschließlich der Urgent Action von Amnesty International, dazu beigetragen haben, dass der Aktivist im Gefängnis nicht mehr misshandelt und auch seine Haft nicht verlängert wurde.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich an dieser Urgent Action beteiligt haben.