Valquiria

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Ein Junge steht neben einer Frau und einem Grenzbeamten

US-Grenzbeamte nehmen am 12. Juni 2018 eine Familie fest, nachdem diese von Mexiko kommend die Grenze überquert hatten

Im März 2018 flohen die 39-jährige Valquiria und ihr siebenjähriger Sohn Abel (Name geändert) aus Brasilien und baten an der Grenze von Mexiko zu den USA in El Paso, Texas, um Schutz. Valquiria gab an, wiederholt Morddrohungen von Drogenhändler_innen erhalten zu haben, die gedroht hätten, sie und ihren Sohn zu finden und zu töten, egal wohin sie in Brasilien flüchten würden. Am 17. März, nach einer gemeinsam in Haft verbrachten Nacht, trennten die US-Behörden Mutter und Kind ohne Angabe von Gründen.

"Sie sagten mir: 'Du hast hier keinerlei Rechte, und du hast kein Recht, bei deinem Sohn zu bleiben'", berichtete Valquiria. "In dem Moment bin ich gestorben. Es wäre besser gewesen, wenn ich tot umgefallen wäre, denn ich wusste nicht, wo mein Sohn war, was er gerade macht. Das ist das schlimmste Gefühl, das eine Mutter haben kann. Wie kann eine Mutter nicht das Recht haben, bei ihrem Sohn zu sein?"

Am 27. März bezeichnete eine US-Asylbeamtin Valquirias Geschichte als glaubwürdig. Ihr Asylantrag wurde jedoch am 10. September abgelehnt. Sie legte daraufhin – immer noch in Haft und getrennt von Abel – Widerspruch gegen den Bescheid ein.

Valquiria befindet sich derzeit in der texanischen Hafteinrichtung „El Paso Processing Center“. Sie hat ihren Sohn im März 2018 das letzte Mal gesehen. Er lebt inzwischen bei seinem Vater in den USA, der ebenfalls einen Asylantrag gestellt hat.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den zuständigen Büroleiter bei der Einwanderungs- und Zollbehörde, in denen Sie ihn auffordern, Valquiria umgehend und bis zur Entscheidung über ihr Rechtsmittel aus humanitären Gründen freizulassen, und ihn bitten, dafür zu sorgen, dass Valquiria und ihr Sohn psychosoziale Betreuung erhalten, um das Trauma der rechtswidrigen Familientrennung verarbeiten zu können.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
Mr. Marc Moore
ICE Enforcement & Removal Operations, EL Paso Field Office
11541 Montana Ave Suite E
El Paso, TX, 79936, USA
E-Mail:
Marc.J.Moore@ice.dhs.gov
(Anrede: Dear Mr. Moore / Sehr geehrter Herr Moore)

(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
S. E. Herrn Richard Allen Grenell
Pariser Platz 2, 10117 Berlin
Fax: 030 – 83 05 10 50

(Standardbrief: 0,70 €)

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Sehr geehrter Herr Moore,

im März 2018 flohen die 39-jährige Valquiria und ihr siebenjähriger Sohn Abel (Name geändert) aus Brasilien und baten an der Grenze von Mexiko zu den USA in El Paso, Texas, um Schutz. Valquiria gab an, in Brasilien wiederholt Morddrohungen von Drogenhändler_innen erhalten zu haben, die gedroht hätten, sie und ihren Sohn zu finden und zu töten, egal wohin sie in Brasilien flüchten würden. Am 17. März, nach einer gemeinsam in Haft verbrachten Nacht, trennten die US-Behörden Mutter und Kind ohne Angabe von Gründen.

Am 27. März bezeichnete eine US-Asylbeamtin Valquirias Geschichte als glaubwürdig. Ihr Asylantrag wurde jedoch am 10. September abgelehnt. Sie legte daraufhin – immer noch in Haft und getrennt von Abel – Widerspruch gegen den Bescheid ein.

Valquiria befindet sich derzeit in der texanischen Hafteinrichtung „El Paso Processing Center“. Sie hat ihren Sohn im März 2018 das letzte Mal gesehen. Er lebt inzwischen bei seinem Vater in den USA, der ebenfalls einen Asylantrag gestellt hat.

Ich bitte Sie hiermit, Valquiria umgehend und bis zur Entscheidung über ihr Rechtsmittel aus humanitären Gründen freizulassen. Bitte sorgen Sie dafür , dass Valquiria und ihr Sohn psychosoziale Betreuung erhalten, um das Trauma der rechtswidrigen Familientrennung verarbeiten zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Dear Mr. Moore,

In March 2018, Valquiria (surname withheld), a 39-year-old woman and her seven-year-old son, Abel (pseudonym, real name withheld per Valquiria’s request), fled Brazil and requested protection at the US–Mexico border in El Paso, Texas. Valquiria said that she received repeated death threats from drug traffickers who threatened to kill her and her son no matter where they fled to in Brazil. After one night together in detention, on 17 March 2018, US border authorities forcibly separated Valquiria from Abel. On 27 March, a US asylum officer found that Valquiria’s story was credible, but on 10 September, Valquiria’s asylum claim was rejected. She began the appeal process, still in immigration detention and separated from her child. Valquiria is currently being held in the El Paso Processing Center in El Paso, Texas, USA. She hasn’t seen her son since March 2018.

I would like to ask you to grant Valquiria humanitarian parole immediately as she awaits the decision on her asylum claim appeal.

Please also provide psychological support for Valquiria and her son to recover from the trauma experienced from their unlawful family separation.

Sincerely,

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Bitte abschicken bis: 30.04.2019

Appell an:

Mr. Marc Moore

ICE Enforcement & Removal Operations,

EL Paso Field Office

11541 Montana Ave Suite

El Paso, TX, 79936, USA