Indigene Gruppe der Sengwer

Eine Frau der kenianischen Sengwer sitzt mit einem Kleinkind auf dem Schoß in einer Wiese und blickt ernst in die Ferne.

Eine Frau der Sengwer mit ihrem Kind. Kenia, 2017.

Die kenianische Regierung hat Tausende Menschen aus ihrem angestammten Waldgebiet vertrieben. Die indigene Bevölkerungsgruppe der Sengwer lebt seit Jahrhunderten im Embobut-Wald. Die Behörden gehen jedoch seit Jahren massiv gegen die Sengwer vor, angeblich um den Wald zu schützen. Seit 2012 haben Angehörige der Forstverwaltung und der Polizei schätzungsweise 2.600 Häuser der Sengwer im Embobut-Wald niedergebrannt; dabei verloren etwa 4.600 Menschen ihr Zuhause. Anfang 2018 erschossen Waldhüter sogar einen Sengwer, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Lebensgrundlagen und die kulturelle Identität der Bevölkerungsgruppe sind bedroht. Sengwer, die bereits aus dem Wald vertrieben worden sind, leben häufig in Armut. Obwohl Gerichte mehrfach den Schutz der Sengwer angeordnet haben, hält das gewaltsame Vorgehen der Behörden an.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den kenianischen Präsidenten und dringen Sie darauf, dass er sich dafür einsetzt, dass die Sengwer in Frieden und Freiheit auf ihrem traditionellen Land leben können. Er soll außerdem dafür sorgen, dass das Niederbrennen ihrer Häuser sofort gestoppt wird. Die Sengwer sollten als Besitzer_innen des Embobut-Waldes anerkannt werden, und es sollte gemeinsam mit ihnen überlegt werden, wie der Wald erhalten werden kann.

Schreiben Sie in gutem Englisch, Swaheli oder auf Deutsch an:
Präsident Uhuru Kenyatta

Harambee House
PO Box 62345 - 00200 Nairobi
Harambee Avenue, Nairobi, KENIA
(Anrede: Dear Mr. President / Sehr geehrter Herr Präsident)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Kenia

S. E. Herrn Joseph Kipng'etich Magutt
Markgrafenstraße 63, 10969 Berlin
Fax: 030 – 2592 6650
E-Mail: office@kenyaembassyberlin.de
(Standardbrief: 0,70 Euro)

Schicken Sie bitte auch Solidaritätsbriefe. Folgenden kurzen Text könnten Sie schreiben:

“We stand with you, Sengwer People.
From: [Name, Land]”

Adresse:
Sengwer Indigenous People
c/o Naomi Barasa
Amnesty International Kenya
P. O. Box 1527- 00606
Nairobi, KENIA

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Präsident,

Obwohl die indigenen Sengwer seit Jahrhunderten im Embobut-Wald leben und dieser ihre Lebensgrundlage bildet, werden sie seit einigen Jahren von der Forstbehörde und der Polizei mit Gewalt vertrieben und ihre Häuser werden niedergebrannt. Es gab bereits Tote und Verletzte. Dieses gewaltsame Vorgehen lässt sich nicht mit dem Schutz des Waldes rechtfertigen. Es verstößt außerdem gegen gerichtliche Anordnungen. Die Regierung sollte die Betroffenen vielmehr als Verbündete im Kampf um den Erhalt des Embobut-Waldes betrachten.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Sengwer in Frieden und Freiheit auf ihrem traditionellen Land leben können und sorgen Sie dafür, dass die Vertreibung der Menschen und das Niederbrennen ihrer Häuser sofort gestoppt werden. Außerdem sollten die Sengwer als Besitzer_innen des Embobut-Waldes sowie als Partner_innen beim Umweltschutz anerkannt werden und es sollte mit ihnen gemeinsam überlegt werden, wie der Wald erhalten werden kann.

Hochachtungsvoll

Dear Mr. President,

The indigenous Sengwer have lived in the Embobut forest for centuries. The forest not only is the basis of their lives, but also plays an important role in their cultural identity. However, for some years now, the Sengwer have been forcibly evicted by the forestry authority and the police, and their houses are burned down. People have already been killed and some have been injured, both of which are acts of violence that cannot justifiy the protection of the forest. It also violates court orders. Rather than regarding the Sengwer as enemies, the government should regard them as allies in the fight for the preservation of the Embobut forest.

Please ensure that the Sengwer can live in peace and freedom on their traditional land and ensure that the expulsion of the people and the burning down of their homes is stopped immediately. In addition, the Sengwer should be recognised as the rightful owners and guardians of the Embobut forest and as a partner in environmental protection. Plans to protect and preserve the forest should be made in consultation with the Sengwer.

Yours sincerely

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Bitte abschicken bis: 28.02.2019

Appell an:

President Uhuru Kenyatta

Harambee House

PO Box 62345 - 00200 Nairobi

Harambee Avenue, Nairobi

KENIA

Sende eine Kopie an:

Botschaft der Republik Kenia

S. E. Herrn Joseph Kipng'etich Magutt

Markgrafenstraße 63

10969 Berlin