Hanan Badr el-Din

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Zeichnung von entschlossener Frau mit Brille vor lila Hintergrund

Hanan Badr el-Din setzt sich gegen das Verschwindenlassen ein, denn ihr Ehemann zählt zu den vielen Personen, die in Ägypten in den vergangenen Jahren „verschwunden“ sind. Im Mai 2017 wurde sie bei der Suche nach ihrem Mann festgenommen und fälschlicherweise der „Mitgliedschaft in einer verbotenen Gruppierung“ angeklagt. Ihr drohen mindestens fünf Jahre Haft.

Hanan Badr el-Din hatte ihren Mann zuletzt im Fernsehen gesehen, als er nach Protesten im Juli 2013 verwundet in eine Klinik kam. Doch als sie ihn dort besuchen wollte, war er nicht auffindbar. Sie suchte Polizeiwachen, Gefängnisse, Krankenhäuser und Leichenhallen auf, um etwas über sein Schicksal zu erfahren – ohne Erfolg. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete Hanan Badr el-Din daher im Jahr 2014 die Organisation „Familienkoalition der Opfer des Verschwindenlassens“ und forderte öffentlich Aufklärung über das Schicksal der „Verschwundenen“. Diese Menschenrechtsarbeit dürfte der wahre Grund für ihre Inhaftierung und strafrechtliche Verfolgung sein.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen verschwinden lassen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. Die Opfer sind meist politische Aktivist_innen, Protestierende oder Studierende, bis hin zu minderjährigen Schüler_innen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den ägyptischen Präsidenten und bitten Sie ihn, Hanan Badr el-Din umgehend und bedingungslos freizulassen und alle Anklagen gegen sie fallen zu lassen.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Präsident
Abdel Fattah al-Sisi
Office of the President
Al Ittihadia Palace
Kairo
ÄGYPTEN

Fax: 00202 – 23 91 14 41
E-Mail:
p.spokesman@op.gov.eg

(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
S. E. Herrn Badr Ahmed Mohamed Abdelatty
Stauffenbergstraße 6-7, 10785 Berlin

Fax: 030 - 477 10 49
E-Mail: embassy@egyptian-embassy.de
(Standardbrief: 0,70 Euro)

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Exzellenz,

Hanan Badr el-Din setzt sich gegen das Verschwindenlassen ein, denn ihr Ehemann zählt zu den vielen Personen, die in Ägypten in den vergangenen Jahren „verschwunden“ sind. Im Mai 2017 wurde sie bei der Suche nach ihrem Mann festgenommen und fälschlicherweise der „Mitgliedschaft in einer verbotenen Gruppierung“ angeklagt. Ihr drohen mindestens fünf Jahre Haft.

Hanan Badr el-Din hatte ihren Mann zuletzt im Fernsehen gesehen, als er nach Protesten im Juli 2013 verwundet in eine Klinik kam. Doch als sie ihn dort besuchen wollte, war er nicht auffindbar. Sie suchte Polizeiwachen, Gefängnisse, Krankenhäuser und Leichenhallen auf, um etwas über sein Schicksal zu erfahren – ohne Erfolg. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete Hanan Badr el-Din daher im Jahr 2014 die Organisation „Familienkoalition der Opfer des Verschwindenlassens“ und forderte öffentlich Aufklärung über das Schicksal der „Verschwundenen“.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen verschwinden lassen. Die Regierung bestreitet dies jedoch. Die Opfer sind meist politische Aktivist_innen, Protestierende oder Studierende, bis hin zu minderjährigen Schüler_innen.

Ich bitte Sie hiermit, sich für die umgehende und bedingungslose Freilassung von Hanan Badr el-Din einzusetzen. Der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer verbotenen Gruppe entbehrt jeder Grundlage. Da sich Hanan Badr el-Din öffentlich gegen das Verschwindenlassen in Ägypten einsetzt, befürchte ich, dass sie lediglich wegen ihrer legitimen Menschenrechtsarbeit inhaftiert wurde. Ich bitte Sie, den Rechten auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in ihrem Land Geltung zu verschaffen, das Schicksal von „Verschwundenen“ zu klären und Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen nicht einzuschüchtern und in ihrer Arbeit zu behindern.

Hochachtungsvoll

Your Excellency,

Hanan Badr el-Din is a human rights defender and co-founder of the Families of the Forcibly Disappeared Association who started her activism following the forcibly disappearance of her husband Khalid Ezz el-Din at a protest on 27 July 2013. Hanan Badr el-Din last saw her husband, Khalid Ezz el-Din, the same day of the protest on 27 July 2013, on television, where she could see he was wounded and at a field clinic. However, when she went to the clinic, she was unable to find him. Since then, Hanan Badr el-Din has been continuously looking for her husband, inquiring as to his fate and whereabouts, in police stations, prisons, hospitals, and morgues. She has yet to learn any significant information. Hanan Badr el-Din was detained on 6 May 2017 at Qanatar prison, north of Cairo, when visiting an individual who had been forcibly disappeared in order to find out more about her husband's fate and whereabouts. She is being detained pending investigation for belonging to a banned group since then.

Hanan Badr el-Din is a prisoner of conscience who has been detained solely for her human rights work.

Therefore, I ask you to release Hanan Badr el-Din immediately and unconditionally, dropping all charges against her.

Yours sincerely,

 

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Appell an:

Präsident

Abdel Fattah al-Sisi

Office of the President

Al Ittihadia Palace

Kairo

ÄGYPTEN

 

Sende eine Kopie an:

Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
S. E. Herrn Badr Ahmed Mohamed Abdelatty
Stauffenbergstraße 6-7

10785 Berlin