Frühverheiratete Mädchen

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Eine junge Frau steht mi dem Rücken zur Kamera in einer Einrichtung in Burkina Faso, die Mädchen aus Früh- und Zwangsehen Zuflucht bietet.

Junge Frau in der Einrichtung Foceb in Burkina Faso, die Mädchen aus Zwangs- und Frühehen Zuflucht bietet.

Tausende Mädchen in ganz Burkina Faso werden früh verheiratet, viele sind zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit gerade einmal elf oder zwölf Jahre alt. Ein Grund für die Frühverheiratung ist der Brautpreis, den die Eltern des Mädchens erhalten. Die sexuellen und reproduktiven Rechte der Mädchen werden immer wieder verletzt. Nur die wenigsten Mädchen dürfen eine Schule besuchen. Trotz enormem Drucks seitens der Familien und der Gesellschaft weigern sich viele Mädchen, eine solche Ehe einzugehen und versuchen zu fliehen.

Amnesty International hat mehrere Einrichtungen in Burkina Faso besucht, in denen Mädchen Zuflucht gefunden haben, darunter Maria (nicht ihr richtiger Name), die erzählte, mit 13 Jahren von ihrem Vater gezwungen worden zu sein, einen 70-jährigen Mann zu heiraten. Er habe ihr sogar gedroht, sie zu töten, wenn sie den Mann nicht heirate.

Die Regierung hat erste Schritte unternommen, um Frühehen zu verbieten, und dabei auch einige der Empfehlungen von Amnesty International berücksichtigt. Doch es muss noch mehr getan werden, um Sonderregelungen zur Frühverheiratung unter 15 Jahren zu unterbinden.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Minister für Justiz und Menschenrechte und bitten Sie ihn, alle nationalen Gesetze zum Verbot von Zwangs- und Frühehen durchzusetzen und zu stärken. Darunter fallen sollte auch die Festlegung des Heiratsalters für Mädchen und Jungen auf 18 Jahre, entsprechend der Afrikanischen Charta für die Rechte und das Wohlergehen des Kindes. Bitten Sie ihn auch darum, sicherzustellen, dass die von Frühehen Betroffenen Gerechtigkeit erfahren und dass diejenigen, die für die Schließung von Frühehen verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden.

Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch an:
René Bagoro
Ministre de la justice et de droits humains

Avenue de l’Indépendance
Ouagadougou 01
BP 526
BURKINA FASO
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft von Burkina Faso

S.E. Herrn Simplice Honore Guibila
Karolingerplatz 10/11, 14052 Berlin
E-Mail: office@ambaburkina.de
Fax: 030 – 301 059 920
(Standardbrief: 0,70 €)

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Exzellenz,

mit großer Sorge habe ich erfahren, dass noch immer Tausende Mädchen in ganz Burkina Faso zu frühen Eheschließungen gezwungen werden. Viele von ihnen sind zu dem Zeitpunkt ihrer Heirat gerade einmal elf oder zwölf Jahre alt. Die sexuellen und reproduktiven Rechte der Mädchen werden immer wieder verletzt. Nur die wenigsten Mädchen dürfen eine Schule besuchen. Trotz enormem Drucks seitens der Familien und der Gesellschaft weigern sich viele Mädchen, eine solche Ehe einzugehen und versuchen zu fliehen. Amnesty International hat mehrere Einrichtungen in Burkina Faso besucht, in denen Mädchen Zuflucht gefunden haben, darunter Maria (nicht ihr richtiger Name), die erzählte, mit 13 Jahren von ihrem Vater gezwungen worden zu sein, einen 70-jährigen Mann zu heiraten. Er habe ihr gedroht, sie zu töten, wenn sie den Mann nicht heirate. Zwar wurden bereits erste Schritte unternommen, um Früh- und Zwangsehen zu verbieten, doch es muss noch mehr getan werden, um Sonderregelungen zur Frühverheiratung unter 15 Jahren zu unterbinden.

Bitte sorgen Sie dafür, dass alle nationalen Gesetze zum Verbot von Zwangs- und Frühehen durchgesetzt und gestärkt werden. Darunter sollte auch die Festlegung des Heiratsalters für Mädchen und Jungen auf 18 Jahre fallen, entsprechend der Afrikanischen Charta für die Rechte und das Wohlergehen des Kindes und anderer internationaler und regionaler Menschenrechtsinstrumente. Stellen Sie bitte sicher, dass die Betroffenen von Frühehen Gerechtigkeit erfahren und dass diejenigen, die für die Schließung von Frühehen verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden. Sorgen Sie bitte außerdem dafür, dass die Einrichtung öffentlicher Unterkünfte zum Schutz der Opfer von Früh- und Zwangsehen vereinfacht wird.

Hochachtungsvoll

Your Excellency,

It is with great concern that I have learned about the thousands of girls across Burkina Faso that are still subjected to early and forced marriage. Most of them are married off at an age as early as 11 – 12 years. They are rarely sent to school and frequently endure egregious violations of their sexual and reproductive rights. Despite incredible family and societal pressure, many girls have refused such forced marriages and have overcome huge obstacles in order to escape. Amnesty International visited and interviewed some of these girls in several shelters. One of them is Maria (not her real name). At the age of 13, her father forced her to marry a 70 year old man. He even threatened to kill her if she did not marry him. Although there have been positive steps towards ending early and forced marriages, more remains to be done to prohibit special arrangements for early marriage under the age of 15.

I would like to urge you to ensure that all national laws prohibiting early and forced marriage are implemented and strengthened in line with international obligations. This should include the amendment of the Persons and Family Code to set the minimum age of marriage for both boys and girls at 18 years, in line with the African Charter on the Rights and Welfare of the Child and other international and regional human rights instruments. Please also ensure that all victims of early and forced marriages get justice and that perpetrators of early and forced marriages are punished. Lastly, please facilitate the set-up of public shelters to protect victims of early and forced marriages and other services.

Yours sincerely

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Appell an:

René Bagoro

Ministre de la justice et de droits humains

Avenue de l’Indépendance

Ouagadougou 01

BP 526, BURKINA FASO

Sende eine Kopie an:

Botschaft von Burkina Faso
S.E. Herrn Simplice Honore Guibila

Karolingerplatz 10/11, 14052 Berlin
E-Mail: office@ambaburkina.de
Fax: 030 – 301 059 920
(Standardbrief: 0,70 €)