Amnesty Report Angola 06. Mai 2010

Video: David Mendes über den Einsatz von "Maos Livres" für die Opfer von Zwangsräumungen in Angola

Mit der Organisation "Maos Livres" ("Freie Hände") setzt sich David Mendes für die Opfer von rechtswidrigen Zwangsräumungen ein. Der angolanische Anwalt und Menschenrechtsaktivist berichtet im Amnesty-Podcast über die Situation der von illegalen Zwangsräumungen betroffenen Menschen - und wie ihnen geholfen wird:

"Jemanden aus seiner Wohnung zu entfernen heißt, seine Würde in Frage zu stellen. Tatsächlich haben die Zwangsräumungen viel mit der Menschenwürde zu tun. Vor allem in den Randbezirken der großen Städte, wie Luanda, Benguela, Huambo oder Cabinda, Städte die sich rasant entwickeln, ist das ein großes Problem. Dort ist Immobilienspekulation sehr verbreitet. Die großen Spekulanten sind häufig Personen mit politischen Ämtern, also etwa Minister oder Abgeordnete, oder auch Generäle der Armee."

"Das Wirtschaftswachstum verlangt nach immer mehr Raum, auch an den Rändern der Stadt. Dort wohnen vor allem Arme. Dann rücken Soldaten und Polizisten an und misshandeln die Menschen. Es kommt immer wieder zu Schussverletzungen, es gab sogar schon Todesfälle. Viele Menschen werden verhaftet und landen im Gefängnis."

"Wir von der Organisation "Maos Livres" arbeiten mit Zwangsgeräumten. Vor allem kümmern wir uns darum, dass sie einen echten Zugang zur Justiz erhalten."

Fordern Sie auch: Wohnen. In Würde! Aktionsnetz gegen rechtswidrige Zwangsräumungen

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