Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Sri Lanka

Rechtswidrige Inhaftierungen und Folter durch die Sicherheitskräfte blieben straflos. Die Behörden wendeten weiterhin das Antiterrorgesetz an, um Personen, die sie einer Straftat verdächtigten, festzunehmen und ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren zu inhaftieren. Menschenrechtsverteidiger und Familienangehörige von "verschwundenen" Personen wurden bedroht und festgenommen. Tödliche Anschläge auf Angehörige religiöser Minderheiten blieben ungesühnt.

Die systematische Straflosigkeit in Fällen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit veranlasste den UN-Menschenrechtsrat im März 2014 zur Verabschiedung einer Resolution, in der eine umfassende Untersuchung durch das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte gefordert wurde. Die Regierung wies die Resolution entschieden zurück und verweigerte ihre Kooperation bei einer derartigen Untersuchung.

Regierungsbeamte und Gefolgsleute der Regierung drohten Menschenrechtsverteidigern Vergeltungsmaßnahmen an, wenn diese bei ihnen im Verdacht standen, Kontakt zu UN-Ermittlern aufgenommen oder sich auf andere Weise zugunsten der Rechenschaftslegung für Menschenrechtsverletzungen eingesetzt zu haben.

Im Vorfeld der für Januar 2015 angesetzten Präsidentschaftswahlen wurde über Fälle politisch motivierter Gewalt und über Einschüchterungsversuche berichtet. Davon betroffen waren hauptsächlich Unterstützer der politischen Opposition und zivilgesellschaftliche Akteure. (Stand: 31.12.2014)


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25.05.2017Urgent Action: Priester schikaniertUA-116/2017
23.05.2017Amnesty Report 2017 Sri Lanka
30.01.2017Briefe gegen das Vergessen: Prageeth Eknaligoda (Englisch)
30.01.2017Briefe gegen das Vergessen: Prageeth Eknaligoda (Deutsch)
27.01.2017Sri Lanka - Prageeth Eknaligoda
24.02.2016Amnesty Report 2016 Sri Lanka
01.12.2015Von neuen und alten Leben
25.02.2015Amnesty Report 2015 Sri Lanka
23.01.2015Sri Lanka - Prageeth Eknaligoda
08.01.2015Urgent Action: Menschenrechtler bedrohtUA-006/2015