Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Kambodscha

Ein siebenmonatiges Verbot öffentlicher Versammlungen schränkte die Rechte auf freie Meinungsäußerung sowie auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit ein. Die Behörden gingen mit exzessiver Gewalt gegen friedlich Demonstrierende vor, wobei es Tote und Verletzte gab. Menschenrechtsverteidiger und politisch engagierte Bürger wurden bedroht, schikaniert, verfolgt und in einigen Fällen tätlich angegriffen. Personen, die für Menschenrechtsverstöße verantwortlich waren, blieben weiterhin straffrei. Es erfolgten keine gründlichen, unparteiischen und unabhängigen Untersuchungen von Prügelattacken und Tötungen.

Die Außerordentlichen Kammern der Kambodschanischen Gerichte (Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia - ECCC) verurteilten zwei weitere Personen wegen während der Herrschaft der Roten Khmer begangener Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft. Ein weiteres Verfahren gegen dieselben Angeklagten war noch nicht abgeschlossen. Tausende Menschen, deren Land von privaten Unternehmen für die Nutzbarmachung und für agroindustrielle Großprojekte widerrechtlich vereinnahmt wurde, waren von rechtswidrigen Zwangsräumungen und dem Verlust ihres Landes, ihrer Unterkünfte und ihrer Existenzgrundlage bedroht. (Stand: 31.12.2014)


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22.09.2016Urgent Action: Wohnrechtsaktivistin freigelassenUA-175/2016-1
18.08.2016Urgent Action: Nach friedlichem Protest vor GerichtUA-175/2016
24.02.2016Amnesty Report 2016 Kambodscha
29.07.2015Urgent Action: Oppositionelle verurteiltUA-204/2014-2
25.02.2015Amnesty Report 2015 Kambodscha
18.12.2014Urgent Action: Oppositionelle vor GerichtUA-204/2014-1
20.11.2014Urgent Action: Mönch unter AnklageUA-294/2014
14.11.2014Urgent Action: Aktivistinnen und Mönch verurteiltUA-288/2014
15.08.2014Urgent Action: Oppositionelle festgenommenUA-204/2014
07.08.2014Späte Gerechtigkeit: Schuldspruch gegen Rote Khmer