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13.12.2016
19:30 - 22:00
Frankfurt am Main
Arbeitsmigranten in den Golfstaaten: Menschen zweiter Klasse?

Anlässlich des Tags der Menschenrechte lädt Amnesty International zu einer Podiumsdiskussion ein. Es werden Fälle von Menschenrechtsverletzungen an Arbeitsmigrantinnen und -migranten in den Golfstaaten vorgestellt.

Die Golfstaaten sind auf Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter angewiesen. In Saudi-Arabien stellen sie ein Drittel der Bevölkerung. In Bahrain und Kuwait sind es mehr als die Hälfte. In Katar und den Emiraten sind vier von fünf Bewohnerinnen bzw. Bewohnern ausländisch. Sie kommen aus den Philippinen, Indien, Nepal und anderen Staaten in Asien und Afrika. Am Golf bauen sie Straßen und Hochhäuser, fahren Taxis und Lastwagen. Hinzu kommen etwa zwei Millionen Dienstmädchen.

Die Berichte über die unwürdigen Arbeitsbedingungen beim Bau der WM-Stadien in Katar haben deutlich gemacht, dass viele dieser Arbeitsmigrantinnen und -migranten wie Sklavinnen und Sklaven behandelt werden. Sie bekommen Hungerlöhne für schwere und gefährliche Arbeiten, werden ausgebeutet und sind das Opfer von Schikanen und Gewalt.

Was muss geschehen, damit die Golfstaaten den Anspruch von Millionen zugewanderten Männern und Frauen auf menschenwürdige Arbeit und faire Bezahlung endlich respektieren?

Auf dem Podium diskutieren Omid Nouripour (Bundestagsabgeordneter aus Frankfurt am Main und Sprecher für Außenpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), Peter Seideneck (Abteilung Internationale und europäische Gewerkschaftspolitik, Deutscher Gewerkschaftsbund), Sebastian Sons (Institut für Asien- und Afrikawissenschaften, Humboldt-Universität Berlin) und Regina Spöttl (Sprecherin der Amnesty-Koordinationsgruppe Saudi-Arabien und Golfstaaten). Die Moderation übernimmt Georg Schäfer, Amnesty International Frankfurt am Main.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt

Kontakt:
Amnesty-Gruppe Frankfurt am Main Mitte
Leipziger Str. 17
60487 Frankfurt
Telefon: 069 496149
mail@amnesty-frankfurt.de

02.03.2017
19:00 - 22:00
Stuttgart
Film im Dialog: Unrecht braucht Zeugen

Die "Lange Nacht" des Menschrechtsfilms findet wieder in Stuttgart statt. In diesem Rahmen wird eine Auswahl der prämierten Filme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) der Kategorien Langfilm und Bildungsfilm gezeigt.

Engagierte Berichterstattung in den Medien, sachkundige Dokumentation und mutige Kritik in aktuellen Filmproduktionen sind notwendige Voraussetzungen dafür, dass Regierungen und nichtstaatliche Akteure ihrer Verpflichtung zur Achtung und zum Schutz der Menschenrechte nachkommen.
Mit der Präsentation von zwei Preisträgerfilmen wollen wir in Stuttgart auf die ungebrochene Aktualität der Menschenrechte und deren Schutz hinweisen und zum Handeln ermutigen.

Zu den Filmen
"cahier africain"
von Heidi Specogna, Dokumentarfilm von 2016, 119 Minuten
Die Filmemacherin schildert den Zusammenhang zwischen Menschenrechtsverletzungen in Afrika und nachfolgender Flucht und Migration. In eindrücklichen Bildern beschreibt sie die Bedrohungen und Verfolgungen während der Bürgerkriegswirren in Zentralafrika 2014 und 2015.

"Durch den Vorhang"
von Arkadij Khaet Drama von 2016, 27 Minuten
Ein Schüler begegnet auf einer Klassenreise in Israel der deutschen Vergangenheit. Im Krankenhaus erzählt ihm eine alte Jüdin, wie sie aus Deutschland vor den Nazis fliehen musste.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird von einer Reihe von Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Treffpunkt Rotebühlplatz
Robert-Bosch-Saal
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart

Kontakt:
Amnesty International
Bezirksgruppe Stuttgart
Lazarettstraße 8
70182 Stuttgart
Telefon 0711 / 23 36 53

10.03.2017
20:15 - 22:00
Eschborn
Fimvorführung zum Weltfrauentag: "No Land's Song"

Seit der Islamischen Revolution 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich zu singen, womit sich die Liedermacherin Sara Najafi nicht abfinden will:
Zu Ehren der legendären iranischen Sängerin Quamar stellt sie mit Hilfe französischer und tunesischer Musiker ein Konzert auf die Beine, wobei ihr Bruder ihre jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Kulturbürokratie mit der Kamera begleitet.

Der dramaturgisch spannende, lebendige und vielschichtige Dokumentarfilm zeichnet ein sehr direktes, mitunter sarkastisches Bild des Lebens unter der Mullah-Diktatur. Zugleich erzählt er viel über die iranische Gesellschaft und die Rolle der Musik als Sphäre der Freiheit.

Fillmvorführung zum Internationalen Weltfrauentag

No Land's Song

IR/F/D 2014
Regie Ayat Najafi
Dokumentarfilm (O.m.d.U.)

Ab 6 Jahre, 95 Minuten, 4 Euro

Veranstaltungsort:
Eschborn K, Kino & Kleinkunst
Jahnstraße 3
65760 Eschborn

Kontakt:
Amnesty International
Bezirk Frankfurt/Main (3600)
Leipziger Straße 17
60487 Frankfurt

Telefon: 069 / 496149
Fax: 069 / 4909212
Email: mail@amnesty-frankfurt.de

21.03.2017
18:30 - 20:30
Aachen
Lesung "Durch die Wand"

Im Rahmen der Save-me-Kampagne laden wir zur Lesung am Internationalen Tag gegen Rassismus aus dem Buch "Durch die Wand" von Nizaqete Bislim herzlich ein. Die Autobiografie beschreibt die Geschichte eines Aufstiegs gegen alle Wahrscheinlichkeit.

Der Kosovo 1993: Das 14-jährige Roma-Mädchen Nizaqete wird von Fluchthelfern außer Landes gebracht wegen der wachsenden Spannungen zwischen Albanern und Serben. Die Familie hofft auf ein sicheres Leben in Deutschland. Doch vor ihnen liegen 13 Jahre Unsicherheit, ein täglich von Abschiebung bedrohtes Leben. Schnell versteht Nizaqete, dass es drei Kategorien von Menschen gibt: Die "Mehrheitsbevölkerung", die alle Rechte hat, die Flüchtlinge, die nicht willkommen sind, und sie, Flüchtlinge, die außerdem noch Roma sind. In der Schule verschweigt sie ihre Herkunft. Sie schämt sich. Und sie schämt sich dafür, dass sie sich schämt.

Es liest die Schauspielerin Annette Schmidt. Für den musikalischen Rahmen sorgt Mah-e Manouche mit ihrer Weltmusik. Im Anschluss an die Lesung laden wir zu einem lockeren Austausch ein.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Citykirche Aachen
An der Nikolauskirche
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asylgruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

05.04.2017
19:00 - 21:00
Aachen
Vortrag und Diskussion: Afghanistan - (k)ein Frieden in Sicht?

Jahr um Jahr verlängern sich die Versuche der westlichen Großmächte, mit militärischen Mitteln, wirtschaftlichen Hilfen und politischen Einflussnahmen in Afghanistan einen stabilen gesellschaftlichen Frieden zu schaffen und zu stabilisieren. Aber noch immer ist das Land weit davon entfernt, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern Frieden, Sicherheit und zivile Entwicklungsperspektiven bieten zu können. Vorträge von Rebecca Einhoff (UNHCR) und Wolfgang Grenz, ehemaliger Amnesty-Generalsekretär.

Nach Auffassung von des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationan (UNHCR) bleibt die Sicherheitslage unvorhersehbar, und die Zivilistinnen und Zivilisten in Afghanistan tragen weiterhin die Hauptlast des Konflikts. Daraus folgt, dass auch in absehbarer Zukunft viele Asylsuchende aus Afghanistan internationalen Schutz benötigen werden.

Im Rahmen dieser Länder-Informations-Veranstaltung wird Rebecca Einhoff von UNHCR die im April 2016 herausgegebenen Richtlinien zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs afghanischer Asylsuchender vorstellen und erläutern. Die Richtlinien wurden vor dem Hintergrund anhaltender Besorgnis in Bezug auf die Sicherheitslage in Teilen Afghanistans publiziert. Sie enthalten u.a. Hinweise auf die Kriterien zur Feststellung der Schutzberechtigung.

Ausführlich wird Rebecca Einhoff auch auf den für den deutschen Kontext besonders wichtigen Aspekt der Möglichkeit einer internen Schutzalternative in Afghanistan eingehen. Er verbindet sich mit der Idee der Gründung von Neuansiedlungsgebieten, die jedoch unter vollständiger Berücksichtigung der Sicherheits-, Menschenrechts- und humanitären Lage in jedem Einzelfall auf ihre Eignung zu prüfen wären.

Im Anschluss an den Vortrag von Rebecca Einhoff wird Wolfgang Grenz die aktuelle Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und der Verwaltungsgerichte in Asylverfahren von Schutzsuchenden aus Afghanistan darstellen. Die Moderation übernimmt Dr. phil. Uwe Beyer.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Evangelischer Stadtakademie, den Katholikenräten Aachen-Stadt und Aachen-Land, dem Eine Welt Forum, dem Aachener Friedenspreis und der Stadt Aachen statt.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Annakirche
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty-Asylgruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de