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Amnesty Journal

10/2009

Amnesty Journal Oktober 2009, Frau mit zwei Kindern vor Hütten aus Wellblech

Vom Elend in den Städten

Mehr als eine Milliarde Menschen leben in Slums. Tendenz steigend. In den Elendssiedelungen herrschen zumeist unwürdige Lebensverhältnisse. Und selbst dort können die Bewohner oft nicht bleiben. Wie in Phnom Penh: Weil in der Stadt die Immobiliengeschäfte boomen, werden die lukrativen Flächen im Zentrum geräumt. Die Vertriebenen müssen sehen, wo sie bleiben.

Lesen Sie außerdem in der aktuellen Ausgabe:

Wiederwahl und Widerstand: Mit Folter und Schauprozessen versucht die iranische Regierung, die Empörung über die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen zu unterdrücken. Die tiefgreifende Unzufriedenheit wird sie jedoch auf diese Weise kaum unterdrücken können.

Ein Mensch weniger: Seit 30 Jahren setzt sich Amnesty International für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein. MIt Erfolg: Immer weniger Staaten führen noch Hinrichtungen durch. Doch langsam kristallisiert sich ein harter Kern von Staaten heraus, von denen nicht zu erwarten ist, dass sie sich ohne weiteres dem weltweiten Trend zur Abschaffung der Todesstrafe anschließen werden.

Mit Brief und Stift gegen Schild und Schwert: Am 9. November 1989 läutete der Fall der Berliner Mauer das Ende der DDR ein. Amnesty International hatte sich bis zuletzt für politische Gefangene im SED-Staat eingesetzt.

["Soziale Rechte sind essentiell"](http://www.amnesty.de/journal/2009/oktober/soziale-rechte-sind-essentiell?" "Soziale Rechte sind essentiell""): Können wirtschaftliche, soziale und politische Rechte gleichberechtigt umgesetzt werden? Ein Gespräch zwischen Günter Nooke, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, und Monika Lüke, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International.

Alle Artikel in dieser Ausgabe

Amnesty Journal 10/2009

Aktiv für Amnesty

Mahnwachen in Berlin und Hannover, Radtour für die Menschenrechte, Seminare
Amnesty Journal 10/2009

Kino mit hohem Wellengang

Dieser Film ist ein Politikum: In "Welcome" lässt Philippe Lioret einen kurdischen Migranten für die Überquerung des Ärmelkanals trainieren.
Amnesty Journal 10/2009 Russland

Alles andere als normal

Die norwegische Kriegsreporterin Asne Seierstad porträtiert unterschiedliche Lebensgeschichten aus Tschetschenien.
Amnesty Journal 10/2009 Rumänien

Der Hungerengel

In der Geschichtsschreibung des sozialistischen ­Rumänien kam sie nicht vor, die Deportation von Angehörigen der deutschen Minderheiten auf Befehl Stalins. Herta Müllers neuer Roman rückt das Thema in den Mittelpunkt.
Amnesty Journal 10/2009 Argentinien

Zwischen Fußballstadion und Folterzentrum

In seinem Roman "Zweimal Juni" beschäftigt sich der Schriftsteller Martín Kohan mit Folter und der Rolle von Ärzten während der argentinischen Militärdiktatur.
Amnesty Journal 10/2009 Libanon

Keine Helden

Rawi Hages Roman "Als ob es kein Morgen gäbe" schildert das Aufwachsen junger Männer im Libanon während des Bürgerkriegs.
Amnesty Journal 10/2009 Irak

Die Macht der Poesie

Sinan Antoon schildert in seinem Roman "Irakische Rhapsodie" das Schicksal eines inhaftierten Studenten zu Zeiten Saddam Husseins.
Amnesty Journal 10/2009 China

Folklore und Sinisierung

In seiner Studie "Vielvölkerstaat China" untersucht Klemens Ludwig das Verhältnis zwischen Kommunistischer Partei, Han-Chinesen und anderen Ethnien.
Amnesty Journal 10/2009 China

Sprachlos

In dem Roman "Peking Koma" von Ma Jian erinnert sich ein Student an die demokratischen Proteste in China.