Kultur Afghanistan 28. August 2017

Amnesty zeigt Doku "Generation Kunduz" in mehreren Städten

Mehrere junge Männer sitzen in einer Reihe auf einer Wiese

Junge Afghanen aus dem Dokumentarfilm "Generation Kunduz / Der Krieg der Anderen"

Den Alltag in der afghanischen Provinz Kunduz aus Sicht der Zivilbevölkerung zeigt der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm "Generation Kunduz/ Der Krieg der Anderen", den Amnesty in mehreren Städten in Anwesenheit des Regisseurs präsentiert.

Mit der afghanischen Provinz Kunduz verbinden die meisten nur den undurchsichtigen NATO-Angriff von 2009. Der Luftangriff vom 3. September 2009 mit mehr als 100 getöteten Zivilistinnen und Zivilisten jährt sich 2017 zum achten Mal. Damals, vor Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan, schob Deutschland so gut wie keine Flüchtlinge an den Hindukusch ab. 

Der Film "Generation Kunduz/ Der Krieg der Anderen" ist der einzige deutsche Kinofilm aus dem Konfliktgebiet, der die lokale Zivilbevölkerung zeigt und frei von militärischer Begleitung entstanden ist. ARD- und Deutschlandfunk-Autor und Regisseur Martin Gerner zeigt den Lebensalltag von fünf jungen Menschen im Kriegsalltag: Der zehnjährige Mirwais, der aus seiner Sicht über den Krieg erzählt, die Lokalreporterin Nazanin, die sich für Gleichberechtigung einsetzt, der Student Hasib, der sich ein liberaleres Wahlsystem wünscht und Ghulam und Khatera, die einen Liebesfilm inmitten der Kriegswirren drehen. 

Heute, obwohl sich die Sicherheitslage landesweit merklich verschlechtert hat, erfolgen monatliche Flüge aus Deutschland nach Kabul. Die aktuelle Abschiebepraxis und der Luftangriff von Kunduz sind Teil einer Geschichte – die der Intervention in Afghanistan - die unverändert darauf wartet, vollständig aufgearbeitet zu werden.

Obwohl 2011 produziert ist der Film von großer Aktualität und eignet sich zur Auseinandersetzung mit der Sicherheitslage in Kunduz und Afghanistan. Er zeigt Orte und Menschen, die unter anderem Opfer der Angriffe im Jahr 2015 wurden, als die Taliban Kunduz zeitweilig eingenommen hatten. Der Dokumentarfilm wurde auf dem „Montreal World Film Festival“ uraufgeführt und international mehrfach ausgezeichnet.

Filmvorführungen von "Generation Kunduz – Der Krieg der Anderen" (1h20) in Anwesenheit von Regisseur Martin Gerner mit anschließendem Filmgespräch:

Freitag 1. September, Köln, 19.30 Uhr, Alte Feuerwache, Grosses Forum, Melchiorstr. 3 Kontakt: Tobias Wagner, tobias.wagner@posteo.de

Sonntag 3. September, Aachen, 13.00 Uhr, Save Me-Kampagne, EUROGRESS, Monheimsallee 48,  52062 Aachen, Kontakt: I. Heck-Böckler, i.heck-boeckler@amnesty-aachen.de

Mittwoch 6. September, Herzogenrath, 19.30 Uhr / Klösterchen, Dahlemer Straße 128, 52134 Herzogenrath, Kontakt: wilfriedhammers@aol.com

Mittwoch 13 September, Bonn, 19.30 Uhr, Haus Mondial, Fritz-Tillmann-Str. 9 Kontakt: philippschmalen@gmail.com

Montag 25. September, 19 Uhr, Düsseldorf Kontakt: andrea.hanninger@amnesty-duesseldorf.de

Montag 13. November, Bremerhaven Stadtbibliothek, 18.30 Uhr, Kontakt: kerstin.ulke@amnesty-bremerhaven.de

Mittwoch 15. November, Detmold, 18 Uhr, Kontakt: Birgit Bugiel bbugiel@yahoo.de

Sonntag 19. November, 18 Uhr, Kino-Center Gießen, Gießen, Kontakt: antonia-bartels@gmx.de

Montag 20. November, Frankfurt/Main Kontakt: Barbara Lueken, barbara.lueken@frankfurt-evangelisch.de

Mittwoch 22. November, Greifswald, 20 Uhr, Brasserie Hermanns, Kontakt: Hr. Baldzuhn, kontakt@amnesty-greifswald.de

Dienstag 28. November, Nürnberg (vorbehaltlich Änderung), 18 Uhr, Casablanca, Kontakt: fabienne.hornfeck@posteo.de

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