Usbekistan - Muhammad Bekzhanov

Muhammad Bekzhanov

Muhammad Bekzhanov

Gute Neuigkeiten: Muhammad Bekzhanov ist frei! Näheres unter: https://www.amnesty.de/2017/2/22/usbekistan-muhammad-bekzhanov-nach-17-jahren-gefaengnis-frei

Februar 2017

Muhammad Bekzhanov ist einer der am längsten inhaftierten Journalisten der Welt. Er befindet sich seit über 17 Jahren im Gefängnis – aufgrund eines "Geständnisses", das unter Folter erpresst wurde. Muhammad Bekzhanov müsste im Januar 2017 endlich freigelassen werden, doch hat man ihn im Dezember 2016 in eine Strafzelle verlegt, weil er angeblich gegen Gefängnisvorschriften verstoßen hat. Dies ist eine in Usbekistan übliche Praxis, um die Haftstrafe von Gefangenen willkürlich zu verlängern. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine angebliche Verletzung der Gefängnisvorschriften dazu benutzt wird, um Muhammad Bekzhanov weiter zu bestrafen. Im Januar 2012, nur einen Monat vor seiner geplanten Entlassung, wurde er zu zusätzlicher Haft verurteilt, weil er angeblich gegen die Gefängnisvorschriften verstoßen hatte.

Muhammad Bekzhanov hat die vergangenen 17 Jahre im Gefängnis verbracht. In seinem Strafverfahren im Jahr 1999 gab er an, durch Folter dazu gebracht worden zu sein, die konstruierten Anklagen gegen ihn "zu gestehen". Er beschrieb, dass man ihn mit Gummiknüppeln geschlagen, ihm die Luft genommen und mit Elektroschocks gefoltert habe. Das Gericht wies die Foltervorwürfe zurück. Bis heute sind seine Vorwürfe weder untersucht worden, noch sind die Verantwortlichen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen worden.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Staatspräsidenten von Usbekistan, in denen Sie ihn auffordern, Muhammad Bekzhanov zum festgesetzten Zeitpunkt freizulassen. Zeigen Sie sich außerdem besorgt über die in Usbekistan weit verbreitete Praxis, Gefängnisstrafen aufgrund angeblicher Verstöße gegen die Gefängnisvorschriften willkürlich zu verlängern, so wie es bei Muhammad Bekzhanov 2012 der Fall war.

Schreiben Sie in gutem Usbekisch, Russisch, Englisch oder auf Deutsch an: President Shavkat Mirziyoyev Rezidentsia prezidenta ul. Uzbekistanskaia, 43 Tashkent 700163 USBEKISTAN (Anrede: Dear President / Sehr geehrter Herr Präsident) Fax: 00 998 – 71 139 53 25 E-Mail: presidentsoffice@press-service.uz (Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)_

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: Botschaft der Republik Usbekistan S. E. Herrn Durbek Amanov Perleberger Str. 62, 10559 Berlin Fax: 030 – 39 40 98 62 E-Mail: botschaft@uzbekistan.de (Standardbrief: 0,70 €)

Bereits Mein-Amnesty-Account-Inhaber? Dann bitte hier anmelden.
Name
Ich habe die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen.

Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.

Pflichtfelder

Dein Appell

Du möchtest selbst aktiv werden und die Botschaft lieber per Brief, Fax oder mit deinem eigenen E-Mail-Programm versenden?

Hier kannst du deine Botschaft als PDF-Datei herunterladen oder direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken. Wähle einfach deine bevorzugte Versandmethode und die Sprache, in der du den Brief verschicken möchtest, aus.