Mexiko - Studenten aus Ayotzinapa

Freunde und Verwandte der 43 "verschwundenen" Studenten aus Ayotzinapa bei einer Demonstration am 26. März 2015 in Mexiko-Stadt

Freunde und Verwandte der 43 "verschwundenen" Studenten aus Ayotzinapa bei einer Demonstration am 26. März 2015 in Mexiko-Stadt

Mai 2016

Am Abend des 26. September 2014 reisten ungefähr 80 Studenten des Ausbildungszentrums für Lehrkräfte „Escuela Rural de Ayotzinapa“ in drei Bussen zu einer Demonstration nach Mexiko-Stadt. Unterwegs wurden sie in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero von Angehörigen der städtischen Polizei angehalten. Die Polizist_innen schossen auf die Busse, wobei drei Studenten und drei Passant_innen getötet wurden. Mehrere Studenten wurden schwer verletzt, einer befindet sich seither im Koma. 43 Studenten wurden festgenommen; sie sind seitdem „verschwunden“. Die offiziellen Ermittlungen weisen Mängel auf. Zwar sind inzwischen mehr als 100 Personen im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen worden – etwa die Hälfte von ihnen Polizeikräfte, die übrigen mutmaßliche Mitglieder krimineller Gruppen. Einige der Festgenommenen gaben jedoch an, unter Folter dazu gezwungen worden zu sein, die Entführung der Studenten zu gestehen. Die mexikanischen Behörden müssen den Verbleib der Studenten aufklären, die Verantwortlichen vor Gericht stellen und die Angehörigen der Opfer und die Überlebenden angemessen entschädigen. Außerdem müssen die Behörden wirksame Maßnahmen ergreifen, um Fälle des Verschwindenlassens zu verhindern und zu bestrafen. Nach Angaben der Regierung sind seit 2006 mehr als 25.000 Menschen in Mexiko „verschwunden“ oder als vermisst gemeldet worden. Hintergrund ist das harte Vorgehen gegen die Drogenkriminalität, das zu vielen Menschenrechtsverletzungen geführt hat.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den mexikanischen Präsidenten, in denen Sie ihn bitten, die Suche nach den „verschwundenen“ Studenten fortzusetzen und die Angehörigen der Opfer miteinzubeziehen. Fordern Sie ihn höflich auf, mit dem internationalen Expertenteam zusammenzuarbeiten und dessen Empfehlungen umzusetzen. Fordern Sie ihn zudem auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Entführungen und Fälle von Verschwindenlassen in Mexiko zu verhindern und der Straflosigkeit ein Ende zu setzen.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an: Enrique Peña Nieto Presidente de la República Residencia Oficial de los Pinos Casa Miguel Alemán Col. San Miguel Chapultepec, C.P. 11850, Ciudad de México MEXIKO Fax: 0052 – 55 50 93 53 21 E-Mail: (über die Webseite) http://en.presidencia.gob.mx/contacto/ Facebook: www.facebook.com/EnriquePN/
Twitter: @EPN (Anrede: Dear President / Estimado Señor Presidente / Sehr geehrter Herr Präsident) (Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten I. E. Frau Patricia Espinosa Cantellano Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin Fax: 030 – 26 93 23-700 E-Mail: mail@mexale.de