Mexiko - Miriam López

Die Mexikanerin Miriam López wurde von Soldaten widerrechtlich gefangengenommen, gefoltert und mehrfach vergewaltigt.

Die Mexikanerin Miriam López wurde von Soldaten widerrechtlich gefangengenommen, gefoltert und mehrfach vergewaltigt.

Juli 2014

Am 2. Februar 2011 nahmen zwei maskierte Männer Miriam López in ihrem Heimatort Ensenada im mexikanischen Bundesstaat Baja California fest. Die damals 27-Jährige, die gerade ihre Kinder zur Schule gebracht hatte, wurde zu einer Kaserne gefahren und dort eine Woche lang gefangen gehalten. Während dieser Zeit vergewaltigten Soldaten Miriam López mehrfach und folterten sie mit Elektroschocks. Sie zwangen die junge Frau, in schmerzhaften Positionen zu verharren und zogen ihr eine Plastiktüte über den Kopf, bis sie fast erstickte. Außerdem drohten die Soldaten Miriam López, sie würden ihrem Mann und ihren Kindern etwas antun. Man warf ihr vor, an Drogenhandel beteiligt zu sein, und folterte sie so lange, bis sie ein „Geständnis“ unterschrieb. Anschließend kam Miriam López in eine Haftanstalt, bis ein Gericht im September 2011 schließlich ihre Freilassung anordnete. In den folgenden Monaten wurde Miriam López mehrfach eingeschüchtert, erstattete aber dennoch wegen der Folter Anzeige. Im Oktober 2012 empfahl die mexikanische Menschenrechtskommission, die Täter zu bestrafen und Miriam López zu entschädigen. Obwohl dies nicht geschah, kam die Kommission Ende 2013 zu dem Schluss, dass das Militär die Empfehlungen umgesetzt hätte, und gewährte Miriam López erst im April 2014 Einblick in die medizinischen Berichte. Miriam López erhält seit Dezember 2011 Polizeischutz, der allerdings zeitweilig ohne Angabe von Gründen eingestellt wurde.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den mexikanischen Staatspräsidenten, in denen Sie ihn auffordern, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung der willkürlichen Inhaftierung, Vergewaltigung und Folter von Miriam López einzuleiten, die Ergebnisse der Untersuchung zu veröffentlichen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Erinnern Sie zudem höflich daran, dass Miriam López eine Entschädigung zusteht, und bitten Sie um wirksamen Polizeischutz für sie.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an: Präsident Enrique Peña Nieto Residencia Oficial de los Pinos Casa Miguel Alemán Col. San Miguel Chapultepec, C.P. 11850 Mexiko-Stadt MEXIKO (Anrede: Dear President / Estimado Señor Presidente / Sehr geehrter Herr Präsident) Fax: (00 52) 55 5093 5321 E-Mail: enrique.penanieto@presidencia.gob.mx

(Standardbrief Luftpost bis 20g: € 0,75)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN I. E. Patricia Espinosa Cantellano Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin Fax: 030-26 93 23-700 E-Mail: mail@mexale.de