James Balao

James Balao

James Balao

James Balao, der für die Rechte der indigenen Bevölkerung eintritt, wurde am 17. September 2008 in der philippinischen Stadt Baguio entführt. ZeugInnen sahen, wie bewaffnete Männer in Uniformen ihn vor seinem Haus in einen weißen Transporter stießen.

James Balao gründete 1984 zusammen mit anderen die Indigenenorganisation Cordillera Peoples Alliance. Seither forschte er zu indigenen Rechten, insbesondere Landrechten, und arbeitete an den entsprechenden Artikeln des Entwurfs für die philippinische Verfassung von 1986 mit.

Vor seiner Verschleppung beschrieb James Balao seiner Familie in einer E-Mail detailliert, wie er seit Juni 2008 beschattet wurde. Er erwähnte, dass ihm ein blau-weißer Transporter folgte. In den vergangenen Jahren sind Menschen, die unter ähnlicher Beobachtung standen, später außergerichtlich hingerichtet worden. Allein aus dem vergangenen Jahrzehnt gibt es auf den Philippinen 200 ungelöste Fälle von Verschwindenlassen. Unter dem Kriegsrecht der 1970er Jahre erreichte dieses Verbrechen seine höchste Verbreitung. Damals wurde von 1600 Fällen berichtet, die bis heute größtenteils nicht aufgeklärt sind.

Der philippinische Kongress hat, abgesehen von einer kurzen allgemeinen Anfrage zu Fällen des Verschwindenlassens im Jahr 2008, bislang keine Initiative ergriffen. 2010 richtete die Regierung eine Arbeitsgruppe ein, um den Anschuldigungen über staatlichen Mord und Verschwindenlassen nachzugehen, doch zum Schicksal von James Balao gibt es bis heute keine neuen Erkenntnisse.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten der Philippinen und geben Sie Ihrer Sorge Ausdruck, dass James Balao dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sein könnte. Fordern Sie den Präsidenten auf, die Aufklärung von Fällen des Verschwindenlassens prioritär zu behandeln, sie zeitnah, gründlich und unparteiisch zu untersuchen. Appellieren Sie an den Präsidenten, dafür zu sorgen, dass James Balao umgehend und bedingungslos freigelassen wird, sofern er nicht einer international als Straftat erkennbaren Handlung angeklagt wird. Zudem muss er vor Folter und anderen Misshandlungen geschützt werden.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch, indem Sie das Kontaktformular (contact us) auf der Internetseite des Präsidenten benutzen:

http://www.president.gov.ph/government/default.aspx
(korrekte Anrede: Dear President)
(bitte keine Umlaute)

Postanschrift:
H.E. Benigno C. Aquino III
President of the Republic of the Philippines
Malacañang Palace,
JP Laurel St., San Miguel
Manila
PHILIPPINEN
Fax: (00 632) 742 1641 / 00 632) 929 3968

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an

Botschaft der Republik Philippinen
Frau Leah M. Basinang-Ruiz
Gesandte - Charge d’ Affaires a.i.
Uhlandstr. 97, 10715 Berlin
Fax: 030-873 2551
E-Mail: info@philippine-embassy.de