Aleksandr Rafalsky

Aleksandr Rafalsky

Aleksandr Rafalsky

Aleksandr Rafalsky wurde 2001 in Kiew verhaftet, da man ihn verdächtigte, am Tod von vier Menschen beteiligt gewesen zu sein. Nach einem fehlerhaften Verfahren wurde er 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt. Derzeit befindet er sich in der ukrainischen Stadt Winnyzja im Gefängnis.

Aleksandr Rafalsky berichtete, dass er zwischen dem Tag der Festnahme, dem 13. Juni 2001, und dem Tag der Anklage, dem 26. Juni 2001, wiederholt Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt worden war, unter anderem einer Scheinhinrichtung. Er beteuert seine Unschuld und sagt aus, man habe sein „Geständnis“ durch Folter und andere Misshandlungen erzwungen. Es wurden keine Untersuchungen zu den Foltervorwürfen eingeleitet, und man hat seine Beschwerden bisher zurückgewiesen. Amnesty International beobachtet nach wie vor mit Besorgnis, dass Folter und andere Misshandlungen in ukrainischen Hafteinrichtungen der Polizei weit verbreitet sind. Häufig genießen die Täter Straffreiheit.

Die ukrainische Öffentlichkeit wurde durch das Engagement von Tamara Rafalskaya, der Mutter von Aleksandr Rafalsky, sowie durch den Einsatz der Mütter anderer Gefangener und verschiedener Menschenrechtsorganisationen auf Folterungen in Polizeigewahrsam aufmerksam gemacht. „Wenn wir in diesem Fall erfolgreich sind, wird dies die Ukraine einen großen Schritt nach vorn bringen“, sagte Tamara Rafalskaya gegenüber Amnesty International im Januar 2010.

Nach Einschätzung von Amnesty International wäre die Verfolgung der von Aleksandre Rafalsky erhobenen Foltervorwürfe von großer Bedeutung und würde dazu beitragen, der Straffreiheit für Folter und andere Misshandlungen in der Ukraine ein Ende zu setzen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den ukrainischen Generalstaatsanwalt, in denen Sie eine unparteiische Untersuchung der von Aleksandr Rafalsky erhobenen Folter- und Misshandlungsvorwürfe fordern. Dringen Sie auf eine Wiederaufnahme des Verfahrens, da dieses geltenden Standards für ein faires Gerichtsverfahren offenbar nicht entsprach.

Schreiben Sie in gutem Ukrainisch, Englisch oder auf Deutsch an

General Prosecutor of Ukraine
Oleksander Medvedko
Riznitska Str. 13/15
01601 Kyiv
UKRAINE
(korrekte Anrede: Dear General Prosecutor)
Fax: (00 380) 44 280 26 03

Standardbrief Luftpost bis 20 g: € 0,70

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an

Botschaft der Ukraine
I.E. Frau Nataliia Zarudna
Albrechtstraße 26, 10117 Berlin
Fax: 030-2888 7163
E-Mail: ukremb@t-online.de