Fünf frühere Mitglieder der Fortschrittspartei

Zeichnung einer Hand mit einer Schleife um den Zeigefinger

Gerardo Angüe Mangue, Cruz Obiang Ebele, Juan Ecomo Ndong, Emiliano Esono Michá und Gumersindo Ramírez Faustino

Fünf frühere Mitglieder der Fortschrittspartei (Partido del progreso) von Äquatorialguinea werden in der Hauptstadt Malabo ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Ihre Haftbedingungen kommen nach vorliegenden Informationen grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung gleich.

Gerardo Angüe Mangue, Bonifacio Nguema Ndong, Cruz Obiang Ebele, Juan Ecomo Ndong, Emiliano Esono Michá und Gumersindo Ramírez Faustino wurden im März und April 2008 willkürlich festgenommen. Anfang Juni verlegte man fünf der sechs Männer von der Polizeizentrale in Malabo in das Gefängnis Black Beach, in dem sich Gerardo Angüe bereits seit seiner Festnahme befindet. Sie wurden gezwungen, „Geständnisse“ abzulegen, und daraufhin angeklagt. Erst wenige Tage vor Prozessbeginn bekamen sie Zugang zu Anwälten. In einem Prozess, der zwischen dem 17. und 19. Juni 2008 stattfand, sprachen Richter sie des illegalen Besitzes von Waffen und Munition schuldig. Fünf der sechs Männer wurden zu sechs Jahren Haft verurteilt. Bonifacio Nguema Ndong wurde zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt und kam im März 2009 frei.

Während des Prozesses wurden keine Beweise vorgelegt, die die Anschuldigungen untermauert hätten. Die Angeklagten trugen weder bei der Festnahme Waffen bei sich, noch fand man in ihren Häusern Waffen.

Der UN-Sonderberichtserstatter über Folter besuchte sie im November 2008 und zeigte sich besorgt darüber, dass die Gefangenen ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten werden. Amnesty International befürchtet, dass einige der Männer in der Untersuchungshaft gefoltert wurden, indem man sie mit Schlägen und Elektroschocks quälte und an der Decke aufhängte.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Äquatorialguinea, in denen Sie ihn auffordern, die fünf Männer sofort und bedingungslos freizulassen. Dringen Sie gleichzeitig darauf, dass sie menschenwürdig behandelt werden, Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten und ihre Familien und Anwälte sehen dürfen. Verlangen Sie außerdem, dass die Foltervorwürfe untersucht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an

General Teodoro Obiang Nguema Mbasogo Presidente de la República Gabinete del Presidente de la República Malabo ÄQUATORIALGUINEA (korrekte Anrede: Your Excellency) Fax: (00 240) 09 3313 oder : (00 240) 09 3334 Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an

Botschaft der Republik Äquatorialguinea S.E. Herrn Cándido Muatetema Rivas Rohlfsstraße 17 – 19, 14195 Berlin Fax: 030-8866 3879 E-Mail botschaft@guinea-ecuatorial.de