Alma Brisa Molina Baca

Zeichnung einer Hand mit einer Schleife um den Zeigefinger

Alma Brisa Molina Baca wurde am 24. Juli 2004 in Ciudad Juárez im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua entführt, sexuell misshandelt und ermordet. Sie arbeitete in einer der Fabriken (Maquiladoras) in Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA. Am Abend des 24. Juli 2004 wollte sie tanzen gehen. Ihre Leiche wurde am 27. Juli auf einem verlassenen Gelände in Ciudad Juárez gefunden. Die Autopsie ergab, dass sie vergewaltigt und erwürgt worden war.

Seit 1993 verschwinden in Ciudad Juárez im Norden Mexikos Frauen und Mädchen. Einige werden später vergewaltigt und ermordet aufgefunden, andere tauchen nicht wieder auf. Nach offiziellen Angaben sind über 400 Frauen »verschwunden«. Doch Schätzungen von Frauenrechtsorganisationen zufolge könnten es bereits um die 1.000 Frauen und Mädchen sein. Die mexikanischen Behörden verschleppen die Ermittlungen und unternehmen wenig, um die Morde aufzuklären. Spuren werden nicht verfolgt, Zeugen nicht verhört, gerichtsmedizinische Ergebnisse manipuliert und andere Fahrlässigkeiten begangen. Amnesty International betrachtet das Verhalten der Behörden als stillschweigende Duldung.

Mütter der verschwundenen Frauen bemühen sich seit Jahren darum, Druck auszuüben, damit diese katastrophale Situation ein Ende findet und die Morde aufgeklärt werden. Das Engagement der Angehörigen scheint die Täter in die Enge zu treiben, denn die aktiven Mütter erhalten immer wieder Morddrohungen. So zum Beispiel María Luisa García Andrade und Marisela Ortíz Rivera von der Frauenorganisation »Nuestras Hijas de Regreso a Casa« (unsere Töchter sollen nach Hause zurückkehren), die sich für die Aufklärung der Frauenmorde einsetzt. Beiden Frauen wurde im Oktober und November 2008 mit dem Tod gedroht.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Generalstaatsanwalt von Mexiko, in denen Sie ihn auffordern, die Entführungs- und Mordserie an Frauen und Mädchen in der Grenzstadt Ciudad Juárez endlich aufzuklären und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an

Generalstaatsanwalt Lic. Eduardo Medina-Mora Icaza Procurador General de la República Procuraduría General de la República Paseo de la Reforma nº 211–213, Piso 16 Col. Cuauhtémoc, Delegación Cuauhtémoc México D.F., C.P. 06500, MEXIKO (korrekte Anrede: Señor Procurador General) Fax: 0052 - 55 - 53 46 09 08 Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an

Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten S. E. Herrn Jorge Castro-Valle Kuehne Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin Fax: 030 - 26 93 23 - 700 E-Mail: mail@mexale.de