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Kämpfe um Land und Selbstbestimmung in Zentralamerika

Hamburg, 25.03.2019, 19:00 Uhr

Vortrag Ehrenamtliche Gruppen

Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen schreitet in Zentralamerika voran – wie in vielen Regionen des Globalen Südens. Dabei gefährden Projekte im Bergbau, Wasserkraft oder Monokulturen die Naturräume, Lebensgrundlagen und die Ernährungssouveränität der betroffenen Gemeinden. Kleinbäuerliche und indigene Basisbewegungen leisten Widerstand gegen Projekte auf ihren Territorien, weil diese ihre grundlegenden Rechte missachten und sowohl existenz- als auch lebensbedrohend sind.

Miriam Miranda ist Koordinatorin der afro-indigenen Organisation OFRANEH. Die Garífuna-Gemeinden an der Karibikküste setzen sich gegen den Ausverkauf ihres Landes zur Wehr.

Lesbia Artola ist Regionalkoordinatorin des Comité Campesino del Altiplano – CCDA in Cobán, Alta Verapaz, Guatemala. Sie gehört dem Volk der Maya-Q’eqchi’ an und setzt sich für die Landrechte von kleinbäuerlichen, hauptsächlich indigenen Lokalgemeinschaften ein.

Der Vortrag findet im Zuge der Romerotage 2019 statt.

Eintritt: Spende

Veranstalter: Amnesty International, Freiwilligen Forum, peace brigades international, Zapapres e.V.

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Hintergrund Romerotage

Am 14. Oktober 2018 wurde Erzbischof Oscar Arnulfo Romero, der 1980 vor dem Altar in San Salvador ermordet worden war, von Papst Franziskus heiliggesprochen. Der Papst schenkte dadurch dem Volk von El Salvador einen Moment der Hoffnung – in einem Land, das noch immer in Armut, Korruption und Gewalt versinkt.

Romeros Kernanliegen waren die Überwindung der sozialen Ungerechtigkeit und das Ende der Gewalt. Viele der Probleme, die Oscar Romero angeprangert hatte, sind bis heute ungelöst – nicht nur in El Salvador, sondern in ganz Mittel- und Lateinamerika.

Alljährlich nutzen kirchliche und entwicklungspolitisch engagierte Menschen, Gruppen und Organisationen in Hamburg den Todestag Oscar Romeros, und greifen aktuelle Fragestellungen zur Situation der Menschenrechte ebenso auf wie aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen in lateinamerikanischen Staaten. Eigenständig oder in Kooperation informieren sie mit vielfältigen Veranstaltungen über die vielschichtigen und oft widersprüchlichen Entwicklungen in den verschiedenen Ländern Lateinamerikas, aber auch über die Verstrickungen deutscher und europäischer Konzerne.

weitere Informationen zu den Romerotagen 2019 in Hamburg

Veranstaltungsort

Gemeindesaal Christuskirche Eimsbüttel
Bei der Christuskirche 2
Hamburg 20259
Deutschland

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