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Schreib für Freiheit: Der Amnesty-Briefmarathon 2020

Vom 26.11. bis zum 23.12. kannst du dich hier für Menschen in Not und Gefahr in 10 Ländern einsetzen!

Wie? Schreibe E-Mails an Regierungen gemeinsam mit Tausenden anderen Menschen auf der ganzen Welt: Eine einzelne Mail kann ungelesen im Spam-Ordner landen, aber Tausende Nachrichten, die die Einhaltung der Menschenrechte fordern, lassen sich nicht ignorieren!

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FÜR DIESE 10 WERDEN WIR UNS EINSETZEN:

Nassima al-Sada, Saudi-Arabien

Porträtfoto von Nassima al-Sadah“ width=

Hinter Gittern, statt hinterm Steuer

Viele Jahre lang hat sich Nassima dafür eingesetzt, dass Frauen in Saudi-Arabien frei leben können. Sie ist eine von vielen bekannten Aktivistinnen, die gefordert haben, dass Frauen Auto fahren dürfen. Ihr mutiges Engagement hat dazu geführt, dass sie ihre eigene Freiheit verloren hat.

Nassima ist seit 2018 inhaftiert, isoliert und wurde misshandelt. Sie darf nur einmal pro Woche mit ihrer Familie telefonieren, keine Besuche empfangen. Doch ihre Familie gibt nicht auf und wir sollten das auch nicht tun.

Khaled Drareni, Algerien

Porträt von Khaled Drareni

Haftstrafe für unabhängigen Journalismus

Weil er über friedliche Demonstrationen der oppositionellen Hiram-Bewegung in Algerien berichtet hatte, nahmen die Behörden den Journalisten Khaled Drareni viele Male fest. Seit März 2020 sitzt er wieder in Haft, nur weil er seine Arbeit gemacht hat.

Khaled ist ein Journalist, der entschlossen ist, weiterhin über die Herausforderungen zu berichten, vor denen die Menschen in Algerien stehen. Wir sollten dabei unterstützen, dass er das wieder tun kann.

Germain Rukuki, Burundi

Porträt von Germain Rukuki, im Hintergrund sieht man das Meer

32 Jahre Haft, weil er die Menschenrechte verteidigt

Ein Gericht hat Germain zu 32 Jahren Haft verurteilt, weil er in einer christlichen Anti-Folter-Organisation aktiv war. Er hat seinen jüngsten Sohn noch nie gesehen.

Im April 2015 brach in Burundi eine politische Krise aus, als der damalige Präsident für eine dritte Amtszeit kandidieren wollte. Das widersprach der geltenden Verfassung des Landes und es folgten landesweite Demonstrationen. Seitdem gehen die Behörden hart gegen die Zivilgesellschaft vor. Lasst uns den Präsidenten von Burundi daran erinnern, die Menschenrechte zu achten.

METU Pride Defenders, Türkei

Özgür Gür und Melike Balkan mit einer Regenbogenfahne auf einer Mauer vor ihnen

Friedliche LGBTI+-Gruppe vor Gericht

Melike und Özgür sind Mitglieder der LGBTI+-Solidaritätsgruppe an der Middle East Technical University (METU) in Ankara. Nachdem sie gegen den Willen der Universitätsleitung eine LGBTI+-Kundgebung in Ankara organisiert hatten, wurden sie verhaftet.

Obwohl sie nur ihr Recht auf friedlichen Protest wahrgenommen haben, stehen sie nun vor Gericht. Sollten sie schuldig gesprochen werden, drohen ihnen bis zu drei Jahre Haft. Wir fordern, dass die Anklage fallengelassen wird.

Gustavo Gatica, Chile

Porträt von Khaled Drareni

Blind durch Polizeigewalt

Im Oktober 2019 brachen in Chile Proteste gegen Preiserhöhungen und soziale Ungerechtigkeit aus. Gemeinsam mit Millionen anderen Menschen ging Gustavo, Psychologiestudent aus Santiago, auf die Straße.

Als die Polizei anfing scharf zu schießen, wurde Gustavo in beide Augen getroffen. Er ist seitdem blind. Diejenigen, die den Angriff befohlen haben, wurden bisher nicht zur Rechenschaft gezogen. Wir fordern Gerechtigkeit.

Jani Silva, Kolumbien

Porträt von Dani Silva“ width=

Morddrohungen, weil sie das Amazonasgebiet verteidigt

Jani hat ihr Leben dem Schutz des Amazonasgebiets gewidmet. Sie kämpft gegen Erdölkonzerne, die den Regenwald zerstören. Ihr Ziel ist es, die Umwelt und die Rechte der Menschen zu schützen, die in "La Perla Amazónica" leben, einem kleinbäuerlichen Reservat in Putumayo.

Für ihr Engagement wird sie verfolgt, von Unbekannten eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht. Wir fordern Schutzmaßnahmen für Jani!

El Hiblu 3, Malta

Drei Männer stehen nebeneinander mit dem Rücken zu dem*der Fotograf*in auf einer Straße und schauen auf eine Stadt. Sie haben die Arme umeinander gelegt.

Lebenslänglich fürs Dolmetschen?

Der Öltanker "El Hiblu" rettete 100 Geflüchtete aus Seenot. Diese drei Jugendlichen dolmetschten zwischen der Besatzung und den Geflüchteten. Dafür droht ihnen lebenslange Haft. Der Vorwurf lautet "Terrorismus". Dabei gibt es so gut wie keine Beweise, die die Anklagen untermauern.

Wir fordern, dass die absurden Anklagen gegen "El Hiblu 3" fallengelassen werden.

Popi Qwabe & Bongeka Phungula, Südafrika

Porträtfoto von Popi Qwabe und Bongeka Phungula

Gerechtigkeit für ermordete Frauen

Popi und Bongeka träumten davon, berühmte Schauspielerinnen zu werden. Im Mai 2017 wurden die beiden Freundinnen erschossen aufgefunden, wahrscheinlich sind sie zuvor vergewaltigt worden. Doch statt die Tat gründlich zu untersuchen, ließ die Polizei die Tatverdächtigen frei.

Ihr Fall ist symptomatisch für die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen, in Südafrika. Doch ihr Mord soll nicht einfach nur eine Zahl in einer Statistik bleiben. Wir fordern Gerechtigkeit für Popi und Bongeka.

Paing Phyo Min, Myanmar

Porträtfoto von Paing Phyo Min

6 Jahre Haft für satirischen Poetry-Slam

Thangyat ist eine Art Poetry Slam, bei dem Volksverse satirisch vorgetragen werden. Beim letzten Neujahrsfest hatte sich der Thangyat-Künstler Paing verkleidet und über die Armee lustig gemacht. Auf der Bühne sagte er, das Militär könne keine Kritik vertragen.

Daraufhin wurde er zu sechs Jahre Haft verurteilt. Doch satirische Performance ist kein Verbrechen. Hilf mit, Paing Phyo Min zu befreien.

Idris Khattak, Pakistan

Porträtfoto von Idris Khattak„ width=

Verschleppt, weil er Verschwindenlassen anprangerte

Iris ist Experte für das Thema "Verschwindenlassen". Er hat dieses völkerrechtliche Verbrechen jahrelang für Amnesty International und Human Rights Watch dokumentiert. Nun ist er selbst verschleppt worden.

Seine Familie befürchtet, dass er wegen Spionage vor Gericht gestellt wird. Bei einem Schuldspruch drohen ihm 14 Jahre Gefängnis oder sogar die Todesstrafe.

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Kampagnen Briefmarathon