Ein Jahr mächtiger Druck - für Ägyptens Zukunft

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Menschen halten ein Plakat hoch

Von Januar 2013 bis Januar 2014 setzte sich die deutsche Amnesty Sektion im Rahmen einer bundesweiten Kampagne auf bunte und vielfältige Art für die Menschenrechte in Ägypten ein.

Als Ägypten Anfang 2011 den Sturz von Hosni Mubarak feierte, hofften die Menschen auf ein Leben in Freiheit. Doch wer auch immer seit dem an der Macht war: Meinungsfreiheit und Frauenrechte wurden mit Füßen getreten, Polizeigewalt und Folter waren weiter an der Tagesordnung.

Unser Ziel war es, alle Ägypterinnen und Ägypter zu unterstützen, die sich inmitten der schwierigen politischen Lage unermüdlich für die Achtung der Menschenrechte stark machen. Thematisch konzentrierte sich die Kampagne auf die Themen Folter, sexuelle Gewalt an Frauen und die Diskriminierung der koptischen Minderheit.

Im Mittelpunkt der Kampagne stand das Motiv der Nofretete mit der Gasmaske des ägyptischen Street Art Künstlers El-Zeft. Damit empfingen wir im Januar 2013 den damaligen Präsidenten Mohamed Mursi zum Staatsbesuch in Berlin. In ganz Deutschland bemalten Amnesty Unterstützer auf Festivals, Schulfesten und an Straßenständen die Nofretete in 2013 auf große Stoffbanner.

Zum Ende der Kampagne, am 25. Januar 2014, demonstrierten wir mit hunderten davon vor dem Brandenburger Tor in Berlin und übergaben dem ägyptischen Botschafter über 77.000 Unterschriften für ein Ägypter ohne Folter und ein Ende der sexuellen Gewalt gegen Frauen. (Mehr Informationen zur Kundgebung finden Sie hier).

Unsere Solidaritätsbotschaft kam in Ägypten an. Der ägyptische Street Art Aktivist El Zeft schrieb uns: "Eurer Einsatz hält uns am Leben und erinnert uns an etwas, das wir fast aufgegeben haben: Hoffnung."

Dieser Dank gilt allen, die sich an der Kampagne beteiligt und uns unterstützt haben.