Aktuell Japan 19. März 2017

Todesstrafe in Japan abschaffen!

Strick hängt in dunklem Raum von der Decke

16. März 2017 - Mit einer Aktion bei der Eröffnung der CeBIT in Hannover fordert Amnesty das diesjährige CeBIT-Partnerland Japan dazu auf, sämtliche Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln und die Todesstrafe abzuschaffen.

In Japan droht derzeit über 120 Häftlingen im Todestrakt die Hinrichtung. Ein Beispiel ist Matsumoto Kenji. Der heute 66-Jährige wurde im September 1993 trotz geistiger Behinderung wegen Mordes zum Tode verurteilt. Er sitzt seit 23 Jahren in der Todeszelle, obwohl japanisches wie internationales Recht die Hinrichtung von Menschen mit geistiger Behinderung verbieten.

"Hinrichtungen werden in Japan typischerweise im Geheimen durchgeführt. Todeskandidaten werden erst am Morgen ihres Hinrichtungstages über die bevorstehende Vollstreckung informiert. Die Familien der Gefangenen werden erst nach der Hinrichtung unterrichtet. Dagegen wollen wir heute ein Zeichen setzen", sagt Henning von Hoerner, Pressesprecher des Amnesty-Bezirks Hannover.

Insgesamt wurden seit 2012 unter der Regierung von Premierminister Shinzo Abe 17 Menschen durch den Strang hingerichtet. Amnesty International wendet sich unter allen Umständen gegen die Todesstrafe. Sie ist grausam, unmenschlich und erniedrigend und verstößt gegen das von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Artikel 3 garantierte Recht auf Leben.

Die Mahnwache findet am Montag, dem 20. März 2017, um 08:30 Uhr am Messeeingang Nord, Europaplatz in Hannover statt.

Werden Sie aktiv: Fordern Sie Japans Premierminister Shinzo Abe dazu auf, sämtliche Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln und die Todesstrafe abzuschaffen!

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