Aktuell Libanon 02. Februar 2016

Libanon: Weibliche Flüchtlinge misshandelt und ausgebeutet

Libanon: Weibliche Flüchtlinge misshandelt und ausgebeutet

Syrische Frauen in einem Flüchtlingslager in der Bekaa-Ebene im Libanon (Oktober 2015)

02. Februar 2016 - Wenige Tage vor Beginn der Syrien-Geberkonferenz warnt Amnesty International in einem neuen Bericht vor der gestiegenen Gefahr für weibliche Flüchtlinge aus Syrien, im Libanon sexuell ausgebeutet zu werden. Flüchtlinge im Libanon leben in unsicheren Verhältnissen und großer Armut. Das gilt in besonderem Maße für Frauen.

Der Amnesty-Bericht "‘I want a safe place‘: Refugeee women from Syria uprooted and unprotected in Lebanon" zeigt, dass diskriminierende Gesetze im Libanon und der Rückgang der internationalen Hilfsgelder die Situation weiblicher Flüchtlinge weiter verschärfen. Insbesondere ihr unsicherer Aufenthaltsstatus führt dazu, dass Frauen Vermietern, Arbeitgebern und selbst Polizisten schutzlos ausgeliefert sind. So berichten viele weibliche Flüchtlinge gegenüber Amnesty, dass ihnen Unterstützung als Gegenleistung für sexuelle Dienstleistungen angeboten wurde.

Hier können Sie den vollständigen Bericht "'I want a safe place': Refugeee women from Syria uprooted and unprotected in Lebanon" als PDF-Datei herunterladen
Erfahren Sie mehr auf der Website der Schweizer Sektion von Amnesty International

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