Aktuell Brasilien 13. Juni 2014

Brasilien: Militärpolizei ging am Tag der WM-Eröffnung brutal gegen Demonstranten vor

September 2013: Die Militärpolizei geht mit Tränengas gegen friedliche DemonstrantInnen in Rio de Janeiro vor

September 2013: Die Militärpolizei geht mit Tränengas gegen friedliche DemonstrantInnen in Rio de Janeiro vor

12. Juni 2014 - Mit Tränengas und Blendgranaten hat die Militärpolizei in São Paulo friedliche Proteste brutal niedergeschlagen. Amnesty International fordert, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Die brasilianischen Behörden hatten versprochen, dass die Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft am 12. Juni ein weltweites Fest sein würde. Doch dieses Versprechen klingt äußerst scheinheilig angesichts der Tatsache, dass die Polizei in São Paulo am selben Tag friedliche Proteste brutal niedergeschlagen und dabei mindestens zwei Journalisten verletzt hat.

„Wir zeigen der Militärpolizei in São Paulo die gelbe Karte, weil sie friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten angegriffen hat, anstatt ihnen ihr Recht auf friedlichen Protest zuzugestehen und ihre Sicherheit zu garantieren“, sagte Atila Roque, Direktor von Amnesty International in Brasilien.

„Die brasilianischen Behörden müssen unverzüglich die unverhältnismäßige Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten untersuchen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und sicherstellen, dass sich so etwas nicht wiederholt.“

Augenzeugen zufolge setzte die Militärpolizei in São Paulo Tränengas und Blendgranaten gegen die friedlichen Demonstrantinnen und Demonstranten ein – und das nur etwa zehn Kilometer von dem Stadion entfernt, in dem später das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft stattfand.

Unter den Verletzten befindet sich auch eine Journalistin des internationalen Nachrichtensenders CNN.

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Am 12. Juni hat in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft begonnen. Auf die Demonstrationen im Vorfeld der WM reagierte die Polizei mit unverhältnismäßiger Gewalt. Fordern Sie die brasilianische Regierung auf, die Meinungsfreiheit zu achten und friedliche Demonstrationen zuzulassen!
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