Aktuell Ukraine 06. November 2014

Ukraine: Tod zweier Jugendlicher durch Granate untersuchen!

Die ukrainische Seite wie prorussische Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe verletzt zu haben

Die ukrainische Seite wie prorussische Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe verletzt zu haben

06. November 2014 - Amnesty International fordert die sofortige, unparteiische und wirksame Untersuchung eines Zwischenfalls im Osten der Ukraine, bei dem vor einigen Tagen zwei Jugendliche von einer Granate getötet wurden, als sie auf einem Schulsportplatz Fußball spielten.

Vier weitere Jugendliche wurden bei dem Anschlag verletzt. Die ukrainische Seite und die prorussischen Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, das Waffenstillstandsabkommen verletzt zu haben.

„Wir haben gesehen, wie in diesem Konflikt beide Seiten ihre rechtlichen Verpflichtungen vernachlässigen und die Zivilbevölkerung nicht ausreichend schützen. Dies ist ein neues tragisches Beispiel für die Folgen dieser Haltung“, so Denis Krivosheev, stellvertretender Programmdirektor für Europa und Zentralasien bei Amnesty International.

Er fordert: „Dieser furchtbare Anschlag in Donezk muss angemessen untersucht werden. Sollte es sich dabei nachweislich um ein Kriegsverbrechen handeln, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Mehr über Menschenrechtsverletzungen in der Ostukraine finden Sie im Amnesty-Bericht "Summary killings during the conflict in eastern Ukraine"

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