Aktuell 23. Februar 2011

Informationen zu Zahlungen an Irene Khan

23. Februar 2011 - Irene Khan war von September 2001 bis Dezember 2009 Internationale Generalsekretärin von Amnesty International. In ihrem letzten Jahr erhielt Frau Khan Zahlungen in Höhe von 533.103 Pfund. Diese Zahlungen sind - ohne Frau Khan namentlich zu nennen - im internationalen Rechenschaftsbericht von Amnesty International ltd. für das Jahr 2009/2010 (Ende Geschäftsjahr: 31. März 2010) entsprechend ausgewiesen.

Diese Zahlungen setzen sich aus ausstehenden Gehaltszahlungen und Pensionsansprüchen aus der siebenjährigen Amtszeit sowie dem britischen Arbeitsrecht geschuldeten Ansprüchen von Frau Khan zusammen, die ihre arbeitsrechtliche Grundlage in dem mit ihr im Jahr 2001 geschlossenen Vertragsverhältnis haben. Die im Fall von Frau Khan gezahlten vertraglich zugesicherten Gehaltsbestandteile sind in Höhe und Art eine Ausnahme. Das ehrenamtlich besetzte internationale Vorstandsgremium (International Executive Committee, IEC) hat die Zahlungen nach sorgfältiger Prüfung und aufgrund der arbeitsvertraglichen Verpflichtungen genehmigt.

Mitglieder, Gremien und Mitarbeiter von Amnesty weltweit sind besorgt, dass durch diesen Einzelfall ein falscher Eindruck über die Verwendung finanzieller Mittel entstehen könnte.

Die Arbeit von Amnesty beruht seit Entstehen der Bewegung im Jahr 1961 auf dem Einsatz tausender unentgeltlich tätiger Bürger. Daneben sichern hauptamtliche, bezahlte Mitarbeiter in unseren Büros die zuverlässige, unabhängige Recherche, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Gehälter der Amnesty-Mitarbeiter weltweit orientieren sich an denen anderer gemeinnütziger Nichtregierungsorganisationen, in Deutschland werden sie beispielsweise nach einem Haustarifvertrag einheitlich entlohnt; das Jahresgehalt der Generalsekretärin von Amnesty in Deutschland, Monika Lüke, liegt bei 80.000 Euro.

Mittelverwendung und Finanzverwaltung sind seit jeher strikten Regeln und Kontrollen unterworfen. So erstattet beispielsweise in Deutschland das hauptamtliche Sekretariat dem ehrenamtlichen Vorstand laufend - und dieser der Jahresversammlung der Amnesty-Mitglieder jährlich - umfassend Bericht über alle Einnahmen und Ausgaben. Die regelmäßige Prüfung durch das Finanzamt auf Gemeinnützigkeit sowie die Jahresabschlussprüfung durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft garantieren die satzungsgemäße Verwendung von Spenden und Beiträgen.

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