Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Filmveranstaltung "AGROkalypse" mit Regisseur Marco Keller

20.01.2017
19:00
Stuttgart
Filmveranstaltung "AGROkalypse" mit Regisseur Marco Keller

Der Dokumentarfilm "AGROkalypse - der Tag, an dem das Gensoja kam" erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums. Im Anschluss stellt sich Regisseur Marco Keller den Fragen des Publikums.

Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige Ökosystem wird Tag für Tag durch Sojafarmerinnen und -farmer zerstört. Vor allem ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und die Vertreibung der dort lebenden Menschen und Tiere.

Bis zu 12 Kilogramm Soja oder Getreide muss man verfüttern, um daraus 1 Kilogramm Fleisch zu gewinnen. Und den weltweit steigenden Fleischkonsum zu decken, wird dementsprechend immer mehr Futtermittel, meist Gensoja, angebaut. Aber was für Konsequenzen hat dieser rasant wachsende Agrarsektor und der enorme Fleischkonsum der westlichen Welt?

Der Film geht dieser Frage nach und verfolgt den Weg der brasilianischen Sojabohne bis zu ihrem Ende als Tierfutter. Anhand persönlicher Porträts wird gezeigt, wie dabei die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner Brasiliens von ihrem Land vertrieben werden, damit es immer mehr Anbauflächen gibt.

Gleichzeitig begleitet die Kamera den Tofuhersteller Wolfgang Heck, der seit über 25 Jahren für den ökologischen Sojaanbau kämpft und für den es immer schwieriger wird in Brasilien nachhaltig mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammenzuarbeiten.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Welthaus Stuttgart
Eingang 5 im Innenhof
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart

Kontakt:
Amnesty-Gruppe Stuttgart
Lazarettstraße 8
70182 Stuttgart
0711 233653
info@amnesty-stuttgart.de