Weiterhin inhaftiert:
Mitarbeiter der Zeitung Al Midan
Herr KHALED TAWFIQ
Herr SAMER SALA AL DIN
Herr MOHAMMED RAHMA
Herr MUHANNED AL DARDIRI
Herr ABDEL AZIM AL BADAWI
Studierende
Herr LOUIS AWIL WERIAK
Und auch
Herr ABDELAZIM MOHAMED AHMED
Herr ALI AL NAEEM
Herr MOHAMED IBRAHIM
Freigelassen:
Mitarbeiter der Zeitung Al Midan
Herr KAMAL KARRAR
Herr IBRAHIM MERGHANI
Herr MUAAWIYA ABU HASHEM
Studierende
Herr AHMED MAHMOUD AHMED
Herr MOHAMED NEGM ELDIN HASSAN
Herr YOUSIF MUBARAK ELFADIL ELMAHDI
Herr SALAH MUBARAK ELFADIL ELMAHDI
Und auch
Herr MOHAMMED BANAGA
Herr MUZAAR AL ZEIN
Herr MOHAMED ABDEL HAFIZ
Herr RASHAD NAGMALDIN
Herr MOHAMED ADIL
Herr MOHAMMED NAGMALDIN
Herr ALI MOHAMMED OSMAN
Frau SAFIA ISHAG MOHAMMED
Nach wie vor befinden sich etwa 20 Personen in Haft, die infolge der Proteste in der sudanesischen Hauptstadt Khartum am 30. Januar und 2. Februar festgenommen worden waren. Ihnen drohen Folter und andere Misshandlungen. Ab dem 14. Februar wurden mindestens elf Menschen von Angehörigen des Staatssicherheitsdienstes NISS freigelassen, was darauf schließen lässt, dass weiterer Druck auf die Behörden eventuell auch zu einer Haftentlassung der verbleibenden Inhaftierten führen könnte.
Louis Awil Weriak, Abdelazim Mohamed Ahmed, Ali Al Naeem sowie Mohamed Ibrahim befinden sich derzeit noch in Haft. Gleiches gilt für Khaled Tawfiq, Samer Sala Al din, Muhannad Al Dardiri und Abdel Azim Al Badawi, Mitarbeiter der Wochenzeitung Al-Midan. Viele der Inhaftierten berichten von Folter oder anderen Misshandlungen in Gewahrsam des NISS (National Intelligence and Security Service). Die Gefangenen hatten bislang weder Zugang zu ihren Familien oder Anwält_innen, noch sind sie unter Anklage gestellt worden.
Amnesty International hat weiterhin erfahren, dass sechs Demonstrantinnen von Angehörigen des NISS sexuell und in anderer Weise angegriffen wurden. Safia Ishag Mohammed, eine der Frauen, berichtete, dass sie während ihrer Inhaftierung durch die NISS vergewaltigt und geschlagen wurde. Amnesty International verurteilt den Einsatz sexueller und anderer Gewalt zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit im Sudan aufs Schärfste.
Unter den Freigelassenen befinden sich Mohamed Negm Eldin Hassan, Salah Mubarak Elfadil Elmahdi, Yousif Mubarak Elfadil Elmahdi, Ahmed Mahmoud Ahmed, Mohammed Banaga, Muzaar Al Zein sowie Mohamed Abdel Hafiz, Rashad Nagmaldin, Mohamed Adil und Mohammed Nagmaldin. Drei Redaktionsmitglieder der Zeitung Al-Midan, Kamal Karrar, Ibrahim Merghani und Muaawiya Abu Hashem, wurden ebenfalls freigelassen. Der Hochschulabsolvent und politische Aktivist Ali Mohammed Osman, der am 14. Februar wegen der Teilnahme an den Demonstrationen festgenommen worden war, wurde am 15. Februar aus der Haft entlassen. Eigenen Angaben zufolge wurde er während der Haft gefoltert.
Am 30. Januar versammelten sich etwa 2.000 Menschen in Khartum zu einer friedlichen Demonstration. Über 70 Personen wurden festgenommen, darunter eine große Zahl Passant_innen, die die Demonstration noch gar nicht erreicht hatten. Der Staatsicherheitsdienst NISS und die Bereitschaftspolizei suchten Berichten zufolge bereits seit der Nacht zuvor nach den Veranstalter_innen der Demonstration. Bewaffnete Bereitschaftspolizei und der NISS sollen Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt haben, um die Demonstration aufzulösen. Viele der Festgenommenen wurden verletzt. Es wird berichtet, dass der Student Mohamed Abdelrahman am 31. Januar im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag, nachdem er bei der Auflösung der Demonstration verletzt worden war.
Die Proteste im Nahen Osten und Nordafrika begannen vor mehreren Wochen in Tunesien und dehnten sich auf eine Reihe weiterer Hauptstädte aus. Angeregt durch diese Proteste kam es auch im Sudan zu Demonstrationen mit Forderungen nach Demokratie und einer Verbesserung der sozio-ökonomischen Lebensbedingungen.
Die Polizei und der Staatsicherheitsdienst NISS im Sudan nehmen häufig friedliche Demonstrierende fest und misshandeln sie, insbesondere wenn sie die Einhaltung ihrer Rechte fordern. Studierendenbewegungen und ihre Organisationen werden regelmäßig zur Zielscheibe des NISS. Journalist_innen werden schikaniert und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung auf verschiedene Weise eingeschränkt. Auch Zeitungen leiden unter wiederholter Verhängung von Zensur.
Am 31. Januar verhinderte der NISS den Druck der oppositionellen Zeitung Ajrass Al Hurriya und die Auslieferung der unabhängigen Tageszeitung Al Sahafa. Am 2. Februar stoppte der NISS auch die Auslieferung der Druckversion von Al Midan, einer Zeitung der kommunistischen Partei.
Über die genaue Anzahl der Personen, die infolge der Demonstrationen festgenommen wurden, gibt es widersprüchliche Aussagen. Diesbezüglich können derzeit keine genauen Angaben gemacht werden.
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(korrekte Anrede: Your Excellency)
Fax: (00 249) 183 764 168
KOPIEN AN
INNENMINISTER
Mr Ibrahim Mohamed Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum, SUDAN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S.E. Herrn Baha'aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
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Fax: 030-8940 9693
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