Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Urgent Action

Transitlager zugänglich

  • Griechenland
UA-016/2016-1
Index:
EUR 25/3385/2016
03. Februar 2016

TAUSENDE FLÜCHTLINGE, ASYLSUCHENDE UND MIGRANT_INNEN

Flüchtlinge und Asylsuchende an der Grenze zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien: © Amnesty International (Photo: Richard Burton)Flüchtlinge und Asylsuchende an der Grenze zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien: © Amnesty International (Photo: Richard Burton)

Die Kapazitäten des großen Transitlagers an der Grenze zwischen Griechenland und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien werden nun voll ausgeschöpft. In dem Transitlager gibt es für die herrschenden niedrigen Temperaturen angemessene Einrichtungen. Darüber hinaus bietet es Flüchtenden, die in das Gebiet reisen, um die Grenze zu überqueren, Unterstützung und Nothilfe.

Der Zugang zu dem Transitlager in der Stadt Idomeni war zuvor von der griechischen Polizei willkürlich eingeschränkt worden. Tausende Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant_innen mussten unter offenem Himmel an einer Tankstelle in Polikastro übernachten, während das nur 20 Kilometer entfernte Transitlager ganz bzw. zum Teil leer stand.

Laut aktueller Angaben von NGOs vor Ort ist der Zugang zum Transitlager deutlich verbessert worden. Die dortigen Kapazitäten werden seit Anfang Februar voll ausgeschöpft. Die Menschen, die das Lager erreichen, kommen in einer beheizten Unterkunft unter, während sie darauf warten, die Grenze in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien überqueren zu können. Darüber hinaus ist es NGOs derzeit möglich, ihnen dort Hilfe zu leisten.

Dennoch ist die Aufnahmekapazität in dem Gebiet vor der Grenze weiterhin unzureichend und die Bedingungen, denen Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant_innen dort ausgesetzt sind, bleiben sehr schlecht. Grund dafür sind vor allem zeitweilige und willkürliche Grenzschließungen durch die Behörden der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien. Weiterhin erreichen täglich Tausende Personen das Gebiet, in dem NGOs und Freiwillige versuchen, deren dringendste Bedürfnisse abzudecken. Sie versorgen die ankommenden Menschen in der Tankstelle oder direkt an der Grenze in Idomeni mit Decken, Essen und anderen Dingen. Amnesty International wird die Situation weiter beobachten.

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Es sind derzeit keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich.