Ob schwul, lesbisch oder hetero - jeder muss das Recht haben, frei über sein Sexualleben zu entscheiden. Doch immer noch werden weltweit Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt. In zahlreichen Staaten werden Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle misshandelt, inhaftiert oder ermordet, fast überall müssen sie mit Diskriminierung und Übergriffen rechnen.
Wegen ihrer sexuellen Orientierung sind Menschen den verschiedensten Angriffen ausgesetzt. Schwule Pärchen werden auf offener Straße verprügelt, Transsexuelle diffamiert, Frauen vergewaltigt, um ihre lesbische Identität zu "heilen". Teilweise sorgen "Sodomie-Gesetze" dafür, dass die Betreffenden kriminalisiert werden. Gesetze, die das "Werben" für Homosexualität verbieten, setzen Aktivistinnen und Aktivisten, die für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen kämpfen, staatlicher Repression aus.
Die sexuelle Orientierung ist ein wesentlicher Aspekt der menschlichen Persönlichkeit. Das Recht, diese Identität selbst zu bestimmen und sich offen und frei dazu zu bekennen, ist deshalb ein Kern des Menschenrechtsgedankens. Amnesty International betrachtet Menschen, die allein wegen ihrer sexuellen Orientierung inhaftiert sind, als gewaltlose politische Gefangene und fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.