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Nein zur Todesstrafe!

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Mehrere tausend Menschen sterben jährlich, weil sie zum Tode verurteilt wurden. Sie werden erhängt, erschossen, enthauptet oder vergiftet. Noch immer leben zwei Drittel der Weltbevölkerung in Staaten, die Hinrichtungen durchführen. Dabei verstößt die Todesstrafe eindeutig gegen die Menschenrechte. Sie ist eine vorsätzliche Tötung von Menschen durch den Staat. Amnesty International kämpft für eine Welt, in der es keine Hinrichtungen mehr gibt.

Der Trend zur Abschaffung der Todesstrafe ist nicht mehr umzukehren. Insgesamt (Stand: 2015) haben 101 Staaten die Todesstrafe vollständig abgeschafft. Sechs Länder sehen die Todesstrafe nur noch für außergewöhnliche Straftaten wie etwa Kriegsverbrechen vor. Und 33 Staaten haben die Todesstrafe immerhin in der Praxis, aber nicht im Gesetz abgeschafft. Aus Europa, Lateinamerika und Ozeanien ist die Todesstrafe weitestgehend verbannt.

Im Dezember 2007 entschied die UN-Generalversammlung einen weltweiten, wenn auch unverbindlichen Hinrichtungsstopp. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt dem Einsatz von Amnesty International, der Weltkoalition gegen die Todesstrafe und anderen Organisationen zu verdanken.

Doch immer noch halten 58 Staaten an der Todesstrafe fest. Die meisten Urteile werden in wenigen Ländern vollstreckt: in China, im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in den USA. Experten gehen für das Jahr 2014 allein in China von mehreren tausend Exekutionen aus. Am Jahresende 2014 waren weltweit mindestens 19.094 zum Tode Verurteilte in Haft.

Völlig unterschiedlich sind die Straftaten, für die Todesstrafen verhängt werden können. Sie reichen von Mord, Raub, Kindesentführung, Drogenhandel bis hin zu Ehebruch, Homosexualität, Bestechlichkeit und Prostitution. Nicht selten ergehen Todesurteile nach unfairen Gerichtsverfahren oder basieren auf fragwürdigen Beweisen, beispielsweise auf unter Folter erzwungenen "Geständnissen".

Verbrechen müssen geahndet werden. Strafen dürfen jedoch niemals Leben und Würde des Menschen antasten. Amnesty International versucht deshalb, Menschen vor der Exekution zu retten und setzt sich dafür ein, dass alle Staaten diese Strafe in Gesetz und Praxis abschaffen.

10 Argumente gegen die Todesstrafe


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18.01.2017Urgent Action: Unmittelbar drohende HinrichtungUA-091/2016-3
17.01.2017Urgent Action: Bahrain richtet wieder hinUA-001/2015-3
16.01.2017Urgent Action: Weitere HinrichtungUA-016/2017
13.01.2017Urgent Action: Drohende HinrichtungUA-012/2017
13.01.2017Urgent Action: Begnadigung fordern!UA-014/2017
11.01.2017Urgent Action: Drei drohende HinrichtungenUA-047/2015-3
11.01.2017Urgent Action: Zum Tode verurteiltUA-003/2017
10.01.2017USA: Guantánamo und die Doppelmoral bei den Menschenrechten
19.12.201633 Gründe, 2016 trotz allem in guter Erinnerung zu behalten
16.12.2016Urgent Action: Erneut zum Tode verurteiltUA-165/2015-5