Sektion der Bundesrepublik Deutschland

40 Millionen Flüchtlinge gibt es nach Schätzungen des Hohen Flüchtlings-Kommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) weltweit. Amnesty International fordert ein klares "Ja zum Flüchtlingsschutz" in Deutschland.

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Ja zum Flüchtlingsschutz!

147 deutsche Parlamentarier fordern die Vereinten Nationen auf, den vor zwei Jahren begonnenen UN-Verhandlungsprozess für ein Waffenkontrollabkommen zügig und ohne Abstriche zu Ende zu führen.

12.11.2014
19:00 - 21:00
Hamburg
Podiumsgespräch: Würde und Gerechtigkeit für die Indigenen im mexikanischen Guerrero

Der mexikanische Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernandez und Selmin Caliskan, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, reden über das organisierte Verbrechen in Mexiko

Abel Barrera Hernández ist Leiter des Menschenrechtszentrums Tlachinollan in Tlapa/Guerrero und Träger des Amnesty-Menschenrechtspreises 2011. Barrera gehört zu den führenden Menschenrechtlern in Mexiko. Er setzt sich seit vielen Jahren mit hohem persönlichem Risiko für die indigenen Völker in der Montaña (Bergregion) von Guerrero ein.

Das Massaker vom 26. September 2014 an den unbewaffneten Lehramts-Studenten von Ayotzinapa und die Rolle des Staates in Verbindung mit dem organisierten Verbrechen werden zentrale Themen des Abends sein.

Der Hamburger a capella-Chor ChorCovado wird die Veranstaltung musikalisch rahmen.

Veranstalter sind Amnesty International und das mexikanische Nachrichtenportal Zapapres. Weitere Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungsort:
Apostelkirche
Bei der Apostelkirche
20257 Hamburg-Eimsbüttel
U-Bahnhof Osterstraße

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Die Veranstaltung wird ins Deutsche übersetzt.

06.12.2014
19:00 - 23:00
Nürnberg
Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2014

Am 6. Dezember 2014 findet die Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises in Nürnberg statt.

Karten für die Veranstaltung können ab 27. Oktober unter info@menschenrechts-filmpreis.de reserviert werden.

Veranstaltungsort:
Tafelhalle
Äußere Sulzbacher Straße 60-62
90491 Nürnberg

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben und aktuell von 18 Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den Filmwettbewerb.

Weitere Informationen:
www.menschenrechts-filmpreis.de

DMFP auf Facebook:
www.facebook.com/deutscher.menschenrechtsfilmpreis

03.11.2014
17:30 - 19:00
Berlin
Folter weltweit wirksam verhindern

Am 3. November findet eine Kooperationsveranstaltung von Amnesty International und dem Deutschen Institut für Menschenrechte zum Thema "Folter weltweit wirksam verhindern" statt.

Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Menschenrechte
Zimmerstr. 26-27(Erdgeschoss, Aufgang D)
10969 Berlin

Als vortragende Gäste werden unter anderem Frau Mari Amos und Herr Malcolm Evans, Mitglieder des UN-Unterausschusses zur Verhütung von Folter, teilnehmen. Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Bitte melden Sie sich über diesen Link: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/index.php?id=1881 bis zum 27. Oktober 2014 zur Veranstaltung an. Sofern Sie barrierefreie Angebote benötigen, geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an.

05.12.2014 - 07.12.2014
17:30 - 13:00
Schwerte
Rassismus - eine Gefahr für den Flüchtlingsschutz! Einladung zum Asylpolitischen Forum 2014

Das Asylpolitische Forum 2014 geht vom 5.12. bis zum 7.12.2014 in der Evangelischen Akademie Villigst bei Schwerte den Fragen nach: Wie kann gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen Flüchtlinge überwunden werden? Mit welchen Partnern kann für ein gesellschaftliches Klima der Aufnahmebereitschaft gearbeitet werden? Wo muss impliziter Rassismus in Gesetzgebung und Verwaltungshandeln aufgedeckt und beseitigt werden?

Kriege, Terror und Unrechtsregime treiben weltweit immer mehr Menschen in die Flucht, die allermeisten werden in Nachbarländern in den Krisenregionen aufgenommen. Ein geringer Teil der weltweit Schutzsuchenden gelangt - in der Regel auf lebensgefährlichen Wegen über die Außengrenzen der EU - nach Deutschland, das mit seinem Asylsystem nur unzureichend auf den Anstieg der Asylbewerberzahlen vorbereitet ist.

Bund, Länder und Kommunen haben verspätet auf die Entwicklung reagiert, mit der Folge, dass Flüchtlinge unter unwürdigen Bedingungen in Provisorien oder überfüllten Aufnahmeeinrichtungen aufgenommen werden.

Zugleich verstärkt sich ausländerfeindlicher, rassistischer Protest aus der Mitte der Gesellschaft, Nachbarn wehren sich gegen die Errichtung neuer Flüchtlingsunterkünfte. Politisch Verantwortliche steuern nicht dagegen, sondern proklamieren das "Ende der Belastbarkeit" und streben die Verschärfung der ohnehin auf Flüchtlingsabwehr ausgelegten Asylgesetzgebung an. Bundespräsident Joachim Gauck hingegen hat festgestellt: "Deutschland kann mehr tun."

Das Asylpolitische Forum 2014 sucht den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Flüchtlingsorganisationen, um konkrete Schritte zur Wiederherstellung des Grundrechtsschutzes für Flüchtlinge zu diskutieren und anzubahnen. Dabei werden die Handlungsebenen EU, Bund, Land und Kommune differenziert betrachtet. Zugleich ist die Tagung ein Forum des Austausches und der Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren der Flüchtlingshilfe zur Stärkung des Engagements vor Ort.
 
Die Anmeldung kann schriftlich, per Email oder online auf der Seite des Institutes für Kirche und Gesellschaft erfolgen. Die Anmeldeseite sowie das genaue Veranstaltungsprogramm erreichen Sie hier.

Ort:
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte

Rückfragen gerne an:
I. Heck-Böckler, Schönefeld 141, B-4700 Eupen
Tel. & Fax: +32 87 557927
E-Mail: i.heck-boeckler@amnesty-aachen.de
 

30.10.2014
19:00 - 22:00
Berlin
Podiumsdiskussion "Asylpolitik: Europa – Deutschland – Berlin"

Die Kreuzberger Amnesty-Gruppe lädt zur Debatte über Asylpolitik mit Monika Herrmann, Cansel Kiziltepe, Wolfgang Grenz und Bruno Watara.

Auf dem Podium sitzen die grüne Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg Monika Herrmann, die Kreuzberger SPD-Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe, der ehemalige Generalsekretär von Amnesty International Deutschland Wolfgang Grenz und der Flüchtlingsaktivist Bruno Watara. Moderator ist der Berliner Schriftsteller Christian v. Ditfurth.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Veranstaltungswochen INTERKREUZHAIN statt. Sie beginnt am 30. Oktober um 19 Uhr im Rathaus Kreuzberg (BVV-Saal, Yorckstr. 4-11, 10965 Berlin).

Zum Hintergrund der Debatte: Die Flüchtlingskatastrophe ist längst in Berlin angekommen. Weltweit sind 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Nur wenige kommen nach Europa. Die Menschen fliehen vor Verfolgung, Krieg und Elend aus ihrer Heimat. Gegen sie zieht die EU Zäune hoch. Auch deshalb ertrinken Flüchtlinge im Mittelmeer: 23 000 seit dem Jahr 2000. Wer die Flucht überlebt, landet oft im neuen Elend: in Lampedusa, in verwahrlosten Flüchtlingslagern, in Haftanstalten, immer in Gefahr, misshandelt und abgeschoben zu werden. Die Zahl der Toten wird dramatisch steigen, wenn die italienische Marine das Rettungsprogramm "Mare Nostrum" einstellt - aus Kostengründen. Trotz aller großen Worte nach der Katastrophe von Lampedusa vor einem Jahr: Brüssel und Berlin tun immer noch viel zu wenig, um das Massensterben im Mittelmeer zu beenden. Sie schützen die Grenzen, nicht die Flüchtlinge.

Zu fragen ist: Was sind die Alternativen zur Festung Europa? Was können Politiker und Bürger in Europa, Deutschland und Berlin tun, um das Recht auf Asyl zu verteidigen? Was können wir tun, um dafür zu sorgen, dass die Menschenrechte von Flüchtlingen gewahrt werden?

Wo?
BVV-Saal im Rathaus Kreuzberg
Yorckstraße 4-11
10965 Berlin

Wann?
Donnerstag, 30. Oktober 2014, 19 Uhr.
www.amnesty-kreuzberg.de
www.interkreuzhain.de

10.12.2014
19:30 - 22:00
Aachen
Tag der Menschenrechte: Die Asyl-Monologe

Eine Kooperationsveranstaltung von Amnesty International, Büro der Regionaldekane, Katholikenrat Aachen-Stadt und Kirche für die Stadt.

Die Asyl-Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll "Präsident" genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahendste überhaupt entscheidet: Sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben.

Die Asyl-Monologe erzählen von Schritten hin zu Gerechtigkeit, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ‚normalen' Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem darstellen, sondern vor allem Geschichten von Trennungslinien und Koalitionen, von Feigheit und Mut, von Konflikten und Solidarität sind. Kurzum: die Asyl-Monologe erzählen jene Dramen, die stattfinden, wenn verschiedene Lebenswege sich unter besonderen Umständen zu berühren beginnen und Menschen schließlich "unfähig wurden, ein unengagiertes oder aufgeschobenes Leben zu führen" (Edward Said).

Im Anschluss an diese Veranstaltung laden wir zum Austausch, auch mit den Schauspielern, bei einem kleinen Imbiss ein.

Der Eintritt ist frei - um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltungsort:
Citykirche Aachen
An der Nikolauskirche
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206[at]amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

Die Asylgruppe auf Facebook: http://facebook.com/amnesty.asylgruppe.aachen
Die Save me-Kampagne auf Facebook: http://facebook.com/savemeaachen\

23.11.2014
11:00 - 14:00
Aachen
Filmgespräch im Rahmen der "Save me"-Kampagne

Vorführung des Films "Welcome" und anschließendes Gespräch. Der Film erhielt 2009 den Filmpreis des Europäischen Parlaments.

"Welcome"
Simon Calmat ist Schwimmlehrer in einem Hallenbad in Calais in Frankreich. Er versucht, einem siebzehnjährigen irakisch-kurdischen illegalen Immigranten, Bilal Kayani, zu helfen. Dessen Traum ist es, nach Großbritannien zu gelangen, um dort seine Freundin Mina wieder zu treffen, die in London lebt. Nachdem er und andere Illegale bei einem Versuch, im Laderaum eines Lastwagens über die Grenze zu kommen, entdeckt und wieder zurückgeschickt wurden, ist er verzweifelt. Darüber hinaus erfährt er auch noch, dass der strenge Vater seiner Freundin diese schon bald mit einem Cousin zwangsverheiraten will.

Doch dann hat Bilal die rettende, gleichzeitig aber auch scheinbar aussichtslose Idee: Um sein Ziel zu erreichen, will er den Ärmelkanal durchschwimmen. Er nimmt Schwimmstunden bei Simon. Simon gerät durch die Unterstützung des Immigranten ins Visier der Polizei. Am Ende versucht Bilal tatsächlich, sein gewagtes Unternehmen durchzuführen. Doch kurz bevor er die englische Küste erreicht, wird er von der Küstenwache entdeckt und ertrinkt auf der Flucht. Der Regisseur wollte mit seinem Film auf die schwierige Situation der illegalen Immigranten in Calais hinweisen, die versuchen, nach Großbritannien zu gelangen und von französischen Aktivisten unterstützt werden.

Dauer: 109 Minuten

Der Film erhielt 2009 den Filmpreis des Europäischen Parlaments.

Der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten.

Veranstaltungsort:
Apollo-Kino
Pontstraße 141
52062 Aachen

Kontakt:
Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206[at]amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

Die Asylgruppe auf Facebook: http://facebook.com/amnesty.asylgruppe.aachen
Die Save me-Kampagne auf Facebook: http://facebook.com/savemeaachen\

24.10.2014
15:30 - 19:00
Köln
Drohneneinsatz und „gezieltes Töten“: Wohin steuert die moderne Kriegsführung?

Selmin Çalişkan spricht beim Symposium der DGVN NRW e.V. und des KFIBS e.V. in Köln.

Programm:

15.30 Uhr:
• Begrüßung durch die Veranstalter (Dr. iur. Michael Lysander Fremuth, Vorsitzender der DGVN NRW
e.V.; Sascha Arnautović M. A., Dd.,Vorsitzender und Geschäftsführer des KFIBS e.V.)
• Thematische Einführung und Vorstellung des Hauptredners (Sascha Arnautović M.A., Dd.)

15.45 Uhr:
• Eröffnungsrede von Dr. iur. Christian Schaller (stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe "Globale Fragen" der Stiftung Wissenschaft und Politik [SWP], Berlin) zum Thema: "Targeted Killing durch Drohnenangriffe: Ein legales Mittel zur Terrorismus- und Aufstandsbekämpfung?"

16.10 Uhr:
• Pause

16.20 Uhr:
• Podiumsdiskussion unter Einbindung des Publikums: "Töten per Joystick" - Zur Legalität und Legitimität des Einsatzes bewaffneter Drohnen

Teilnehmer(innen):
Selmin Çalışkan (Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International); Dr. phil. Corinna Hauswedell (Direktorin von Conflict Analysis and Dialogue [CoAD], Bonn; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FEST e.V., Heidelberg); Dr. phil. Frank Sauer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität der Bundeswehr München); Dr. iur. Christian Christian Schaller (SWP, Berlin); Dr. iur. Jeannine Drohla (Referentin für grundsätzliche Rechtsfragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, BMVg, Berlin) Moderation: Michael Lysander Fremuth

18.00 Uhr:
Kommentierung der Podiumsdiskussion

18.20 Uhr:
• Schlusswort: Zusammenfassung und Ausblick

18.30 Uhr:
• Empfang mit Buffet und Livemusik

Veranstaltungsort:
Bel Etage des Kölner Schokoladenmuseums
Am Schokoladenmuseum 1A
50678 Köln

Wegen des begrenzten Platzangebots und der erwarteten Nachfrage wird um Anmeldung an mfremuth@uni-koeln.de gebeten.