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Nicaragua: Kriminalisierung von Abtreibungen gefährdet Frauen

Seit dem 9. Juli 2008 sind Abtreibungen in Nicaragua grundsätzlich verboten und mit schweren Strafen belegt. Ein neuer Amnesty Bericht zeigt, dass die Regelung insbesondere für Frauen und Mädchen mit Risikoschwangerschaften, sowie für Opfer sexueller Gewalt fatale Folgen haben kann. Sie haben keine andere Wahl als ihre Gesundheit oder - im Falle eines illegalen Abbruchs - ihre Freiheit zu gefährden. Auch den Ärzten drohen Gefängnisstrafen, selbst wenn dem Fötus unbeabsichtigt Schaden zufügt wurde. Die Bedrohung kriminalisiert zu werden, kann medizinsches Personal davon abhalten, Schwangeren die notwendige schnelle und oft lebensrettende Hilfe zu geben.

Die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen führt in erhöhtem Maße zu Leiderfahrungen schwangerer Frauen und Mädchen, denn es verweigert ihnen medizinische Hilfe gerade in Situationen, in denen sie von Traumatisierung bedroht sind und der Hilfe in besonderer Weise bedürfen.

Stopp der Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen!

Ärztin in Nicaragua: ©Third PartyÄrztin in Nicaragua: ©Third Party

Das neue Strafgesetzbuch von Nicaragua, das im Juli 2008 in Kraft trat, stellt jegliche Form des Schwangerschaftsabbruches unter Strafe. Es sieht sowohl für Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, als auch für Frauen und Mädchen, die diese ersuchen, Gefängnisstrafen vor.

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Amnesty Bericht: "The total abortion ban in Nicaragua"

Lesen Sie den aktuellen Bericht von Amnesty International "The total abortion ban in Nicaragua - Women's lives and health endangered - medical professionals criminalized - reproductive right is a human right". (Englisch, 52 Seiten)


Kriminalisierung von Abtreibungen in Nicaragua (Englisch)

28.07.2009 | Video

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