Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Mit Menschenrechten gegen Armut

Roma in den Metallcontainern außerhalb von Miercurea Ciuc/Czikszereda (Januar 2009): © Amnesty InternationalRoma in den Metallcontainern außerhalb von Miercurea Ciuc/Czikszereda (Januar 2009): © Amnesty International

Hintergrund

Diskriminierung der Roma in Rumänien

In Rumänien leben heute rund 2,2 Millionen Roma, das entspricht rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Sie werden von den Behörden diskriminiert und von der Gesellschaft ausgegrenzt. Etwa drei Viertel der Roma leben in Armut, während knapp ein Viertel der rumänischen Mehrheitsbevölkerung von Armut betroffen sind und ein Fünftel der ungarischen Minderheit, der zweitgrößten des Landes.

Vorurteile gegen die Roma sind weit verbreitet. Sie entluden sich in den ersten Jahren nach dem Sturz der Diktatur in Vertreibungen und schweren Übergriffen auf Menschen und Besitz, wobei die Täter überwiegend straflos blieben. Vielerorts versuchen die Behörden auch heute, Roma abgelegen von den gut erschlossenen Wohngebieten der Mehrheitsbevölkerung anzusiedeln.

Roma, die nicht in Häusern und Wohnungen mit eindeutigen Besitz- oder Mietverhältnissen leben, werden häufig rechtswidrig vertrieben, weil ihre Siedlungsgelände und Unterkünfte als "vorübergehend" und inoffiziell eingestuft werden, selbst wenn sie schon sehr lange dort leben. Betroffen ist vor allem die große Mehrheit der armen Roma, die meist keine Dokumente über ihre Wohnverhältnisse besitzen. Ihr Leben ist gekennzeichnet von ständiger Angst und Unsicherheit.

Justice for Roma community in Miercurea Ciuc (Englisch)