Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Zentralafrikanische Republik

Es kam immer wieder zu Verbrechen im Sinne des Völkerrechts wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dazu gehörten Tötungen, Verstümmelungen, Entführungen, die Rekrutierung sowie der Einsatz von Kindersoldaten und die Vertreibung von Bevölkerungsgruppen. Im Dezember 2013 griff ein Bündnis der christlich und animistisch geprägten bewaffneten Anti-Balaka-Gruppen die Hauptstadt Bangui an. Die überwiegend aus Muslimen bestehende Séléka-Bewegung reagierte auf den Angriff mit einem Vergeltungsschlag. Die Kämpfe forderten zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung. Die Mehrdimensionale integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA), die die Internationale Unterstützungsmission in der Zentralafrikanischen Republik unter afrikanischer Führung (MISCA) im September 2014 ablöste, war nicht in der Lage, die Übergriffe in der Region zu beenden oder zu verhindern. Gegen viele Personen, die verdächtigt wurden, Verbrechen begangen zu haben, darunter Anführer der Séléka- und der Anti-Balaka-Milizen sowie ihre Verbündeten, erfolgten keine Ermittlungen; sie waren weiterhin auf freiem Fuß, und es wurden auch keine Maßnahmen ergriffen, um sie zur Rechenschaft zu ziehen. (Stand: 31.12.2014)


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