Hunderttausende Zivilisten wurden als Folge der im Norden und Osten stattfindenden Kampfhandlungen vertrieben. Bis November waren Zehntausende Familien ohne ausreichende Nahrung, Unterkunft, sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung in der Wanni-Region eingeschlossen, da die Regierung Vertretern der UN und anderen humanitären Kräften den Zutritt verwehrte. Mit der Regierung verbündete bewaffnete Gruppen führten unrechtmäßige Tötungen durch und ließen Menschen "verschwinden". Die bewaffnete Oppositionsgruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (Liberation Tigers of Tamil Eelam - LTTE) zielte mit einer während des ganzen Jahres durchgeführten Serie von Anschlägen im Süden bewusst auf Zivilisten ab. Die Regierung unterließ es, gegen die Straflosigkeit vergangener Menschenrechtsverletzungen vorzugehen, und ließ weiterhin Personen "verschwinden". Außerdem wurde eine steigende Anzahl von Tamilen festgenommen und ohne Anklageerhebung inhaftiert. Menschenrechtsverteidiger und Journalisten aus dem ganzen Land berichteten über zunehmende feindselige Aktionen, einschließlich Morddrohungen. (Stand: 31.12.2008)
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