Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Sri Lanka

Hunderttausende Zivilisten wurden als Folge der im Norden und Osten stattfindenden Kampfhandlungen vertrieben. Bis November waren Zehntausende Familien ohne ausreichende Nahrung, Unterkunft, sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung in der Wanni-Region eingeschlossen, da die Regierung Vertretern der UN und anderen humanitären Kräften den Zutritt verwehrte. Mit der Regierung verbündete bewaffnete Gruppen führten unrechtmäßige Tötungen durch und ließen Menschen "verschwinden". Die bewaffnete Oppositionsgruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (Liberation Tigers of Tamil Eelam - LTTE) zielte mit einer während des ganzen Jahres durchgeführten Serie von Anschlägen im Süden bewusst auf Zivilisten ab. Die Regierung unterließ es, gegen die Straflosigkeit vergangener Menschenrechtsverletzungen vorzugehen, und ließ weiterhin Personen "verschwinden". Außerdem wurde eine steigende Anzahl von Tamilen festgenommen und ohne Anklageerhebung inhaftiert. Menschenrechtsverteidiger und Journalisten aus dem ganzen Land berichteten über zunehmende feindselige Aktionen, einschließlich Morddrohungen. (Stand: 31.12.2008)


Zeitraum eingrenzen

03.02.2010Sri Lanka nach der Wahl: Schikanen gegen Oppositionelle und Journalisten
26.01.2010Urgent Action: Journalist "verschwunden"UA-024/2010
22.01.2010Amnesty macht Schule: Sanath Balasooriya spricht mit Eutiner Schülern
13.01.2010Sri Lanka: Journalist auf Kaution freigelassen
08.01.2010Ihr Einsatz zeigt Wirkung: UA-Erfolge 2009 (4)
02.12.2009Sri Lanka: Regierung muss alle Zivilpersonen dauerhaft freilassen
01.12.2009Durch den Monsun
25.11.2009Sri Lanka: Sichere Rückkehr für die Vertriebenen!
05.11.2009Urgent Action: Journalisten endlich frei!UA-110/2008-2
27.10.2009Urgent Action: Journalistinnen bedrohtUA-288/2009